Die Spitalkirche zum Heiligen Geist

Das Museum hat seinen Platz in der aus dem Spätmittelalter stammenden Spitalkirche gefunden, die für den Gottesdienst nicht mehr gebraucht wurde. Durch die neue Verwendung konnte ein wertvolles Baudenkmal vor dem Verfall bewahrt werden.

Das Spital zum Heiligen Geist geht auf eine fromme Stiftung zurück, die der Windsheimer Bürger Konrad Förster 1318 zu Gunsten bedürftiger Bürger der damalige Freien Reichsstadt Windsheim tätigte. Die heutige Kirche wurde von 1416 bis 1421 erbaut. Nach der Einführung der Reformation diente die Kirche dem evangelischen Gottesdienst und wurde nach dessen Bedürfnissen umgestaltet, vor allem durch den Einbau der Emporen.Dem Besucher erschließen sich beim Rundgang im Museum exemplarisch die Geschichte kirchlichen Bauwesens und die liturgischen Funktionen sakraler Räume. Auf die Verwendung des Gebäudes in vorreformatorischer Zeit verweist der virtuell rekonstruierte Krankensaal. Zeugnisse des spätmittelalterlichen Lebens im Spital, die bei einer Grabung ans Licht kamen, werden im Westanbau ausgestellt. Der Dachstuhl, eine Meisterleistung der Zimmererkunst des 15. Jahrhunderts, ist begehbar und zeigt eine Ausstellung zur Geschichte der Kirchendachwerke. Der Chor besitzt wieder die Farbigkeit der vorreformatorischen Zeit und vermittelt mit den Resten seiner ursprünglichen Ausstattung Eindrücke von der Frömmigkeit des Spätmittelalters.Die Kanzel des zu seiner Zeit bedeutenden Bildschnitzers Georg Brenck von 1622 und die Steinmeyer-Orgel unterstreichen die Bedeutung der Wortverkündigung und der Kirchenmusik im evangelischen Gottesdienst.

Innenraum Spitalkirche