Forschung im Fränkischen Freilandmuseum

Bautagebuch "Das Büttnerhaus aus Wipfeld" (Lkr. Schweinfurt)

Erbaut 1685-1687; abgebaut für das Fränkische Freilandmuseum 2008-2009; eröffnet im Herbst 2015.
Mit dem Büttner- und Weinhäckerhaus aus dem am Main gelegenen Dorf Wipfeld erhält das Fränkische Freilandmuseum eine seiner schönsten Fachwerkfassaden – ausgestattet mit aufwändigen Schnitzereien und zahlreichen Andreaskreuzen.
Abgesehen von kleineren Änderungen ist das Haus weitgehend im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. Im Erdgeschoss befand sich zur Bauzeit die Werkstatt eines Büttners. Mit der Anfertigung von Fässern übernahm er eine wichtige Aufgabe für den Weinbau, der damals wie heute von großer Bedeutung in der Region Mainfranken ist. Im Museum soll die Werkstatt neu eingerichtet und für Handwerksvorführungen genutzt werden. Ebenfalls zu erwähnen ist die außergewöhnlich dekorative Vertäfelung der Stube im Obergeschoss, die wieder in ihrer alten Pracht zu sehen sein wird.
Ab etwa 1914 war das Haus nicht mehr bewohnt und wurde fortan nur noch als Werkstatt und Abstellraum genutzt. Obwohl sich der Landkreis Schweinfurt und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege mehr als zehn Jahre lang für das Gebäude eingesetzt hatten, konnte es am alten Standort nicht erhalten werden.
Seine Übernahme durch das Fränkische Freilandmuseum geschah mit finanzieller Unterstützung der Bayerischen Landesstiftung, der Landesstelle für die Nichtstaatlichen Museen und der Raiffeisenbank Bad Windsheim. Im Museumsgelände rundet es den Dorfplatz dieser Baugruppe ab und befindet sich dabei in einem passenden Umfeld: Weinbau betrieb man auch im benachbarten Amtshaus aus Obernbreit und im Weinbauernhaus aus Retzstadt.

 

Bautagebuch
Kalenderwoche    
26. September 2015 <b>Feierliche Eröffnung</b>
Bei wunderschönem Wetter wurde das Büttnerhaus aus Wipfeld feierlich eröffnet.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/22_1.jpg" border="0" width="140" height="180" alt="KW 39" title="Feierliche Einweihung">
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/22_3.jpg" border="0" width="180" height="140" alt="KW 39" title="Feierliche Eröffnung">

<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/22_2.jpg" border="0" width="140" height="180" alt="KW 39" title="Feierliche Eröffnung">
August/September <b>Fast fertig</b>
Am 26. September 2015 ist die Eröffnung des Büttnerhauses aus Wipfeld und alle noch ausstehenden und begonnenen Arbeiten kommen termingerecht zum Abschluss.
 
  <b>Fassade</b>
Die Arbeiten an der Fassade wurden bereits Anfang August fertig gestellt. Seit zwei Wochen ist die Fassade ohne Gerüst zu sehen. Die Fenster und Türen erhalten in den nächsten Tagen noch einen lasierenden Anstrich.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/16_1.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 32" title="Fasade">
  <b>Kelterraum</b>
Auch die letzte Tür als Nachbau am Aufgang vom Erdgeschoss ins Obergeschoss ist bereits als Verschluss des original erhaltenen Treppenverschlages im ehemaligen Kelterraum montiert. Es fehlt noch ein lasierender Anstrich.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/16_2.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 32" title="Kelterraum">
  <b>Kammer</b>
In der kleinen Kammer neben der Küche im Obergeschoss steht bereits der Rundofen und das zur Bauzeit des Hauses angefertigte Himmelbett als Nachbau. Nur noch Matratze, Kopfkissen und Bettdecke fehlen.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/16_3.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 32" title="Kammer">
  <b>Stube</b>
Der Ofen - eine Leihgabe des Reichstadtmuseums im Ochsenhof - steht bereits an seinem neuen Platz in der oberen Stube des Büttnerhauses. Nur noch die Ofenschwärze und die weiße Tünche für die Rückwand fehlen.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/16_4.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 34" title="Stube">
  Die nachgebaute Sitzbank in der Obergeschossstube. Anhand von Spuren an der originalen Vertäfelung ließ sie sich rekonstruieren. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/16_5.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 34" title="Sitzbank">
  <b>Küche</b>
Auch die Küche ist so gut wie eingerichtet. Sie wird vollständig als Küche des ausgehenden 17. Jahrhunderts inszeniert. Die Besucher haben zukünftig von der Tür aus über ein Absperrgitter die Möglichkeit, sich über das frühere Kochen und Heizen in einem Handwerkerhaus einen Eindruck zu verschaffen.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/16_6.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 36" title="Küche">

<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/16_7.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 34" title="Küche">
  Der Küchenboden hat keinen Dielenbelag. Gelaufen wurde in der ersten Nutzungsphase direkt auf den Deckenbalken und einem Lehmestrich zwischen ihnen. Der Küchenherd stellt bereits eine Sparherdversion dar indem das Feuer eingeschlossen ist und der Rauch über einen kleinen gemauerten Schlot, dem sogenannten Fuchs, direkt in den Schlot geleitet wird. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/16_8.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 36" title="Boden">
  <b>Malerarbeiten</b>
Die Malerarbeiten an den Innenwänden in allen Räumen sind zum Abschluss gekommen. Sie entsprechen der dekorativen Farbgestaltung aus der Bauzeit des Gebäudes. In dem großen Kelterraum im Erdgeschoss wird als nächstes die Ausstellung zum Büttnerhandwerk installiert. Sie betritt man als erstes, wenn man von Süden kommend durch den zweiflügeligen Haupteingang das Haus betritt.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/16_9.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 36" title="Wand">

<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/16_10.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 36" title="Wand">
  <b>Pflaster</b>
Quasi den Abschluss bildet wie immer bei einem Hausaufbau die Gestaltung des Umfeldes. Im Falle des Büttnerhauses wird das Pflaster des bestehenden Dorfplatzes bis ans Haus geführt. Über gepflasterte dreizeilige Rinnen auf der Gebäudenord und der -Südseite wird das aufschlagende Regenwasser vom Haus abgeleitet. Einhergehend mit den Pflasterarbeiten wird auch eine Hofmauer errichtet, mit der ein kleiner Hofraum vor der Südtraufe des Büttnerhauses entsteht.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/16_11.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 36" title="Pflaster">
Juni/Juli 2015 <b>Die Zeit wird knapp</b>
Spätestens seit der zweiten Juni Hälfte, ist auf der Baustelle „Wipfeld“ eine zunehmende Betriebsamkeit zu verzeichnen. Der Eröffnungstermin am 26.09. rückt näher. Bis zu sieben Gewerke sind zeitweise parallel auf der Baustelle tätig: Maurer, Zimmer, Schreiner, Maler, Verputzer, Elektriker, Installateure.
 
  <b>Maurerarbeiten</b>
Die zwei Kamine werden gegenwärtig durch den Dachfirst gemauert. Ihrer Fertigstellung ist in der Woche vom 6. bis 10. Juli vorgesehen.</br> <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/2015_06_02.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 23" title="Kamin">
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/2015_06_01.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 23" title="Kamin">
Die Dacharbeiten an einem der zwei Kamine die durch den Dachfirst geführt werden. Als Arbeitsbühne wurde dafür von den Zimmerern zunächst ein Dachgerüst gebaut
  Auch in der Obergeschossküche sind mit der Fertigstellung der Rauchhaube die Arbeiten zum Abschluss gekommen. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/2015_06_03.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 23" title="Küche">
Die fertig gestellte Rauchhaube in der Obergeschossküche
  <b>Zimmererarbeiten</b>
Für den Einbau der Treppen und der Dielen sind die Zimmerer zuständig. Die beiden Treppen ins Obergeschoss und ins Dachgeschoss sind als originale, bauzeitliche Blockstufentreppen von 1687 noch erhalten geblieben. Aus Gründen ihrer besseren Begehbarkeit und auch als Schutz der originalen Substanz wird die Treppe vom Erdgeschoss ins Obergeschoss mit zusätzlichen Eichenbrettern auf den Stufen geschützt. Die Treppe ins Dachgeschoss bleibt für den Besucher zukünftig geschlossen. In zwei Räumen im Obergeschoss, der Kammer hinter der Stube und der Kammer neben der Küche, haben sich die bauzeitlichen Dielen erhalten. Sie werden als ein aussagekräftiges Dokument einer über 300 jährigen Benutzergeschichte wieder eingebaut. Auch für sie gilt, dass aufgrund ihrer starken Abnutzung eine Begehung durch Besucher zukünftig nur eingeschränkt möglich ist.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/2015_06_04.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 23" title="Treppe">
Die zwei bereits restaurierten Blockstufentreppen in der Abbundhalle des Betriebsbauhofes </br> <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/2015_06_05.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 23" title="Dielen">
Die restaurierten, bauzeitlichen Dielen während ihres Wiedereinbaus in der Obergeschossstube
  <b>Schreinerarbeiten</b>
Im Wesentlichen umfassen die Schreinerarbeiten die Rekonstruktion der Fenster und der Türen. Von den Fenstern hat sich nur ein Schiebefenster mit einer Wabenscheibenverglasung erhalten. Es war die Vorlage für die Rekonstruktion der übrigen Fenster, welche der Bauzeit von 1687 so entsprochen haben dürften. Nur wenige Türen haben sich als Originale Türen aus der Bauzeit erhalten. Die meisten Türen, inklusive der zweiflügeligen Tür im Erdgeschoss müssen rekonstruiert werden. Es handelt sich um typische Brettertüren mit und ohne Gratleisten.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/2015_06_06.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 24" title="Tür">
Eine der rekonstruierten Bretttüren mit aufgesetzten Profilleisten von der Stube im Obergeschoss in die Küche </br> <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/2015_06_07.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 24" title="Tür">
Die zweiflügelige Tür in der Schreinwerkstatt für den Hauptzugang in den Kelterraum im Erdgeschoss
  <b>Verputzarbeiten</b>
Die notwendigen Arbeiten der Verputzer sind weitgehend zum Abschluss gekommen. In den Fehlstellen auf den Wand- und Deckenflächen wird entsprechend den originalen, noch erhaltenen Altputzen entweder mit Lehmputz oder mit Kalkmörtel ausgebessert. Sie bilden die Untergründe für die anschließenden Malerarbeiten.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/2015_06_08.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 26" title="Decke">
Die Decke in der Obergeschossstube. Die Reste der originalen Deckenfelder neben den Ergänzungen mit neuem Lehmfeinputz
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/2015_06_09.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 26" title="Wände">
Auch an den Innenwänden sind die Putzarbeiten mit Kalkputz bereits zum Abschluss gekommen
  <b>Elektrik und Heiztechnik</b>
Ganz ohne Strom wird auch das Büttnerhaus aus Wipfeld nicht auskommen. Immerhin braucht die zukünftige Ausstellung zum Büttnereiwesen im Erdgeschoss Licht für die Beleuchtung der Exponate und der Installation einer Videorepräsentation.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/2015_06_10.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 27" title="Strom">
In der Untergeschossküche hinter der zukünftigen Büttnerwerkstatt findet die Installation der Haustechnik (Strom und Heizung) ihren Platz. Dieser Raum wird für Besucher nicht zugänglich sein
  Die verlegten Heizungsrohre im Sockelbereich der Außenwände in beiden Geschossebenen sollen zukünftig für eine Temperierung sorgen, durch die eine schädliche Feuchtigkeitsbildung an den Wachwerkwänden verhindert werden soll. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/2015_06_11.JPG " border="0" width="180" height="140" alt="KW 27" title="Heizung">
Sichtbare Heizungsrohre die zukünftig dafür sorgen, dass das Büttnerhaus vor allem im Winter trocken bleibt
Mai 2015 <b>Vertäfelung</b>
Die bereits im Januar eingebaute Vertäfelung in der oberen Stube wurde jetzt gereinigt, wobei die Reste älterer Leimfarben aus dem späten 19. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert entfernt wurden. Die Vertäfelung wird entsprechend ihrer ersten Nutzungsphase holzsichtig gezeigt. in einigen Befundfenstern bleiben die jüngeren Phasen als Dokument erhalten.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_5_1.JPG" border="0" width="180" height="140" alt="KW 18" title="Vertäfelung">
Die Vertäfelung der oberen Stube nach Entfernung von Schmutz und den Resten jüngerer Farbschichten. Die Holzergänzungen sind farblich noch nicht angepasst
  <b>Fenster</b>
Nur ein originales Fenster aus der Bauzeit des Gebäudes hat sich erhalten. Es war die Vorlage für die Rekonstruktion der übrigen Fenster, welche der Bauzeit 1687 entsprechen und als Schiebefenster mit einer typischen Rundscheibenverglasung das charakteristische Erscheinungsbild der Fassade noch unterstreichen.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_5_2.JPG" border="0" width="180" height="140" alt="KW 18" title="Fenster">
Die Schiebefenster mit ihrer Rundscheibenverglasung, den sogenannten Butzenscheiben, werden zukünftig die Ausstrahlungskraft dieses Gebäudes erheblich steigern
  <b>Putzsicherungen</b>
Gerade im Innenbereich des Wipfelder Büttnerhauses haben sich noch viele historische Putzflächen erhalten. Vor den noch ausstehenden Innenputzarbeiten werden sie zunächst gesichert. Hierzu werden die alten Putzflächen mit einer Art Seidenpapier abgeklebt und ihre Ränder mit einem Reparaturmörtel geglättet.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_5_3.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 18" title="Putzsicherung">
Nicht nur auf der Fassade, auch in den Räumen sind noch viele der historischen Putze erhalten geblieben. Sie werden vor ihrer Ergänzung mit einem Restauriermörtel an ihren Rändern gesichert
  <b>Außenputz</b>
Noch nicht ganz abgeschlossen sind die Verputzarbeiten an der Fassade. Verputzt werden die Gefachefelder mit einem reinen Kalkmörtel aus museumseigener Herstellung unter Berücksichtigung der noch erhaltenen alten Putzbestände.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_5_4.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 18" title="Außenputz">
Die Außenputzarbeiten in den Gefachfeldern sind fasst abgeschlossen. Die historischen Originalputze werden dabei berücksichtigt
  <b>Kamine</b>
Zumindest bis ins erste Dachgeschoss sind die zwei ehemals vorhandenen Kamine wieder aufgemauert. Bis zur Eröffnung werden sie die Firstmitte des Daches durchstoßen haben.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_5_5.JPG" border="0" width="90" height="160" alt="KW 18" title="Kamin"> </a> <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_5_6.JPG" border="0" width="90" height="160" alt="KW 18" title="Kamin">
Die zwei Kamine des Büttnerhauses aus Wipfeld im ersten Dachgeschoss. Links: ein sogenannter hölzer-ner Kamin aus Balken, Stroh und Lehm. Er steigt von der Küche im Obergeschoss kommend auf. Rechts: Ein gemauerter Kamin, welcher von der Küche im Erdgeschoss ausgehend errichtet ist
Januar 2015 <b>Vertäfelung</b>
Bedeutend und außergewöhnlich ist die vertäfelte Stube im Obergeschoss. Sie hat sich vollständig erhalten. Noch am Originalstandort wurde die Vertäfelung separat geborgen und wurde jetzt wieder, nach ihrer Restaurierung und Ergänzung in den Fehlstellen, eingebaut. In ihrer ersten Nutzungsphase war die Vertäfelung noch ohne Fassung, d.h. holzsichtig. Danach wurde sie einige Male mit Leimfarben überstrichen, die sich jedoch nur in Resten erhalten haben.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/Vertaefelung.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 02" title="Vertäfelung">
Die Vertäfelung in der Obergeschossstube nach ihrem Wiedereinbau. Rechts der Durchgang zur Kammer. Die Tür mit dem Wallfahrtszettel ist bereits ausgebaut (siehe unten)
  <b>Wallfahrts-/ Marientext</b>
Im Rahmen der restauratorischen Untersuchungen im wiederaufgebauten Wipfelder Büttnerhaus wurden jetzt auf der Rückseite der Tür von der Stube im Obergeschoss zur kleinen Kammer Fragmente eines Wallfahrtzettels gefunden. Es handelt sich um einen Gebetstext zur heiligen Maria von 1711 der wohl ursprünglich aus Dettelbach bei Würzburg stammt und eines der frühesten Beispiele dieser Art darstellen dürfte. Da sich die bedeutenden Fragmente vom Türblatt aus konservatorischen Gründen nicht abnehmen lassen, wurde entschieden die Tür nachzubauen und das Original im Depot unter klimatisch günstigeren Bedingungen aufzubewahren.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/Tuer.JPG" border="0" width="110" height="160" alt="KW 03" title="Tür">
Die Rückseite der Tür von der Stube in die kleine südöstliche Kammer im Obergeschoss mit den Fragmenten eines Dettelbacher Marien-/ Wallfahrtszettels von 1711 <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/Marientext.JPG" border="0" width="140" height="160" alt="KW 03" title="Marientext">
August 2014 <b>Die Wetterfahne</b>
Beim Abbau des Büttnerhauses 2008 haben sich in einem der Fehlböden im Dachgeschoss die Reste einer Wetterfahne gefunden. Ob sie ursprünglich wirklich zur Büttnerei gehört hat und wenn ja, ob sie dann auch in dieser Form bereits zur Bauzeit auf dem Dach des Büttnerhauses das Wetter angezeigt hat, ist nicht mehr zu ermitteln. Trotzdem haben wir uns entschieden, die Wetterfahne nach diesem Fund zu rekonstruieren und im Zuge der Dacharbeiten auf den Dachfirst zu montieren.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_7.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 33" title="Wetterfahne">
Die Reste einer Wetterfahne haben sich in einem Fehlboden im Dachgeschoss des Wipfelder Hauses gefunden. Sie bieten genügend Anhaltspunkte für eine Rekonstruktion <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_8.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 33" title="Wetterfahne">
Sie zeigt zukünftig an woher im Freilandmuseum Bad Windsheim der Wind weht. Die rekonstruierte Windrose auf dem westlichen Ende des Dachfirstes
  <b>Lehmbauarbeiten</b>
Nach Abschluss der Zimmererarbeiten werden noch rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit die erforderlichen Lehmbauarbeiten begonnen. Dies betrifft insbesondere die zwei rekonstruierten Fachwerkinnenwände in der Flurzone, dem ehemaligen Kalterraum, im Untergeschoss. Aber auch diverse Fehlstellen in den originalen Fachwerkwänden erfahren eine Schließung mit der traditionellen Lehmflechtwerkfüllung. Hierzu dienen die zuvor vom Zimmermann eingearbeiteten Nuten in den horizontal verlaufenden Fachwerkbalken, in welche gespaltene Eichenhölzer (Stickscheite) senkrecht eingestellt werden und anschließend ein Geflecht mit biegsamen Weidenruten erhalten. Dieses Flechtwerk dient als Träger für das Lehmstrohgemisch, welches von beiden Seiten flächendeckend die Gefache verschließt. Abschließend erhalten die zuvor geglätteten Lehmoberflächen noch einen sogenannten Kammstrich, welcher im Büttnerhaus aus Wipfeld in Form eines Rautenmusters zur Ausführung kommt. Sie sind an sich schon als fertige Oberfläche anzusehen, wofür es auch viele historische Beispiele in anderen Häusern gibt. Im Falle des Wipfelder Hauses hingegen bildet sie den Untergrund für einen dünnlagigen Kalkputz, welcher nach Abtrocknung des Lehms zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen wird.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_1.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 32" title="Lehm">
Ein Flechtwerk aus Eichenstaken und Weidenruten zur Vorbereitung des anschließenden beidseitigen Lehmbewurfes eines Gefachfeldes in der Fachwerktrennwand von der Flurzone zur Büttnerwerkstatt im Untergeschoss <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_2.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 32" title="Lehmbau">
Die fertige Lehmoberfläche mit abschließendem rautenförmigen Kammstrichmuster
  Etwas anders ist die Vorgehensweise bei den Lehmbauarbeiten für die geschosstrennenden Decken. Auch hier werden über Nuten in den Deckenbalken Stickscheite eingefügt, jedoch ohne das Einflechten von Weidenruten und das anschließende Bewerfen mit einem Lehmstrohgemisch. Vielmehr werden die Stickscheite schon vor ihrem Einbau mit einem Gemenge aus langen Strohfasern und Lehm umwickelt und dann als sogenannte „Lehmwickel oder Lehmweller“ nacheinander zwischen die Deckenbalken geschoben. Anschließend erfolgt noch eine Glättung der „welligen“ Wickeloberfläche in den Deckenfeldern mit einem zusätzlichen Lehmauftrag in welchem dann ebenfalls das charakteristische Rautenmuster eingekämmt wird. Auch die Deckenfelder erfahren, zu einem späteren Zeitpunkt noch einen zusätzlichen dünnen Kalkputzauftrag.
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_6.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 33" title="Decke">
Das Einfügen des Lehmwickels zwischen den Deckenbalken im Untergeschoss
<img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_3.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 33" title="Decke">
Die erste Lehmportion und das Stakholz auf dem bereitliegenden Langstroh <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_4.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 33" title="Decke">
Die erste Wicklung erfolgt mit Hilfe eines darunter liegenden Tuches <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/15_5.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 33" title="Decke">
Wiederholtes Aufstreichen von Lehm zwischen den einzelnen Wicklungen
Juni/Juli 2014 Von den historischen Dachziegeln des Büttnerhauses haben sich noch viele am ursprünglichen Standort erhalten. Die intakten Ziegel wurden beim Abbau geborgen und anschließend im Museum gereinigt. Es handelt sich um sogenannte Rinnenziegel, die besonders für den mainfränkischen Raum eine gängige Dacheindeckung dargestellt haben. Für die gesamte Dachfläche werden ca. 3200 Ziegel benötigt. Von den Originalen sind noch soviel wieder verwendbar, dass sie für etwas mehr als die halbe Dachfläche ausreichen. Den Rest, also ungefähr 1500 Stück, konnten wir aus unseren eigenen Beständen ergänzen. Auf diese Weise wird das vollständige Dach in den kommenden Tagen mit historischen Rinnenziegeln eingedeckt. Die noch erforderlichen Durchlässe für die zwei Kamine, die zukünftig über den Dachfirst des Büttnerhauses austreten, sollen erst im Zusammenhang mit der Fertigstellung der Schlote im Inneren des Gebäudes zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/Dachziegeln.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 28" title="Dach">
Die südliche Dachfläche mit Resten der historischen Dacheindeckung am originalen Standort in Wipfeld während des Abbaus im November 2008 <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/Dacheindeckung.jpg" border="0" width="180" height="160" alt="KW 28" title="Ziegeln">
Dacheindeckung mit Rinnenziegeln am neuen Standort auf der nördlichen Dachseite
April/Mai 2014 Das durchschnittliche Längenmaß der Rinneziegel beträgt ca. 40 cm. Sie stellen eine gängige Dacheindeckung im historischen Hausbau in jener Region dar aus der das Büttnerhaus aus Wipfeld stammt.erhaus erhält sein eigenes Dach Das schützende Dach unseres Baugerüstes, welches bisher dem errichteten Unter- und Obergeschoss einen Schutz gegen Regen gegeben hat wurde wieder entfernt. Zweck dieser Maßnahme war die Errichtung des gebäudeeigenen Dachstuhls inklusive der Fachwerkgiebelwand zum Dorfplatz. Die geschädigten Hölzer dieser Bauteile wurden vor ihrem Wiedereinbau bereits repariert. Da nicht unmittelbar mit der Dacheindeckung begonnen werden kann, wurde vorübergehend eine grüne Schutzplane über das neue (alte) Dachwerk gezogen. Die originalen Dachlatten des Büttnerhauses konnten nur zum Teil wieder verwendet werden und wurden aus den Beständen des Museums ergänzt. Aufgenagelt sind sie in den Abständen von 35 cm. Das ist das Maß für die historischen Rinnenziegel mit denen das Dach ursprünglich eingedeckt war. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/14_5_1.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 28" title="Dach">
Das Büttnerhaus jetzt mit eigenem Dachwerk. Die grüne Plane bietet bis zur eigentlichen Dacheindeckung einen provisorischen Wetterschutz. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/14_5_2.JPG" border="0" width="180" height="160" alt="KW 28" title="Ziegeln">
Blick ins obere Dachgeschoss mit den originalen Dachsparren und der Kehlbalkenlage. Die großen Abstände zwischen den Dachlatten entsprechen der Größe der ursprünglichen Rinnenziegel. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/14_5_3.JPG" border="0" width="160" height="160" alt="KW 18-1" title="Dach">
Das durchschnittliche Längenmaß der Rinneziegel beträgt ca. 40 cm. Sie stellen eine gängige Dacheindeckung im historischen Hausbau in jener Region dar aus der das Büttnerhaus aus Wipfeld stammt.
  Die Fachwerkwände werden geschlossen Grundsätzlich gibt es im historischen Fachwerkbau zwei Varianten, um Gefachfelder zu schließen. 1. durch einen Lehmbewurf, der auf einem zuvor in den einzelnen Gefachen eingebautem Flechtwerk aus Eichen-staken und biegsamen Reisern aufgebracht wird. Man spricht auch von einer Lehmflechtwerkfüllung. 2. durch eine massive Ausfachung mit Steinen in Form von regelmäßigen Ziegeln oder Bruchsteinen die mit Kalkmörtel in den einzelnen Gefachfeldern vermauert werden. In Wipfeld sind beide Varianten vertreten. Die Gefache der Außenwände zeigen ausschließlich die massive Variante der Ausmauerung mit Bruchsteinen und z.T. auch mit Back-steinen und Dachziegelbruch. Alle Innenwände hingegen zeigen die oben beschriebene Lehmflechtwerkfüllung. In der letzten Aprilwoche wurde zunächst mit der Aus-mauerung der offenen Gefachfelder der Außenwände be-gonnen. Aufgrund des schlechten Erhaltungszustandes vie-ler Fachwerkhölzer war für dessen Reparatur auch der Aus-bau der originalen Gefachfelder erforderlich. Sie werden jetzt unter Verwendung der ursprünglichen Bruchsteine mit unserem museumseigenen Mörtel wieder ausgemauert. Die Lehmflechtwerkarbeiten an den Fachwerkinnenwänden fin-den zu einem späteren Zeitpunkt statt. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/14_5_4.jpg" border="0" width="180" height="160" alt="KW 18-1" title="Dach">
Zum Teil wurden die Felder im Fachwerk mit Bruchsteinen neu ausgemauert. Hier im Untergeschoss an der westlichen Giebelseite. Links vom Fachwerkständer die noch erhaltenen historischen Gefachfüllungen, rechts davon die neuen Ausmauerungen.
März/April 2014 Fenster und Türen im Untergeschoss Deutlich voneinander zu unterscheiden ist die Fachwerkgestaltung von Ober- und Untergeschoss. Die obere Etage ist schon aufgrund der geschweiften Andreaskreuze und dem auffallend schmückenden Schnitzwerk in Form von Rosetten, Taustab und Scheiben mit Flechtbandornamentik als die bedeutendere, eigentliche Wohnetage ausgezeichnet. Das Untergeschoss dagegen ist mit seinen weitgespannten Fachwerkfeldern und den wandhohen Verstrebungen eher schlicht gehalten und lässt schon von außen auf eine andere Nutzung schließen. So ließ sich dort auch die für die Bauzeit archivalisch belegte Büttnerwerkstatt nachweisen. Die davor gelagerte Flurzone wurde ehemals als Kelterraum genutzt. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/14_4.jpg" border="0" width="160" height="160" alt="KW 10-1" title="Fenster"> Giebelwestseite
  Erst später seit 1731, wie wir dendrochronologisch nachweisen konnten, hat es anstatt der Büttnerwerkstatt im Untergeschoss eine Stube mit stuckierter Decke und recht großen Fensteröffnungen gegeben. Wiederhergestellt wird hingegen der Zustand der Büttnerwerkstatt, wie er wohl in der ersten Nutzungsphase des Gebäudes bestanden hat. Die spätere Stubensituation mit dem Deckenstuck und den dazu gehörigen großen Fenstern wird zukünftig nur noch anhand von Befundfeldern nachvollziehbar sein. Zu dieser Rückführung auf die Büttnerwerkstatt der ersten Nutzungsphase seit 1687, gehört auch die Rekonstruktion der kleinen, fasst schon winzigen ca. 30 x 30 cm großen Fenster in den oberen Gefachfeldern des Untergeschosses (siehe nebenstehende Rekonstruktionseichnung). Sie lassen sich anhand von Bauspuren noch nachweisen. Ihre recht geringe Größe von 44 x 40 cm (H x B) dürfte in die Räume des Untergeschosses einen nur geringen Lichteinfall zugelassen haben. Ebenfalls nur noch anhand von Bauspuren ließ sich eine Tür auf der westlichen Giebelseite erkennen. Sie erlaubt zukünftig einen direkten Zugang in die Büttnerwerkstatt vom Vorplatz aus, gleich gegenüber dem Wirtshaus aus Mühlhausen. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/14_4_1.jpg" border="0" width="160" height="130" alt="KW 10-1" title="Fenster"> Traufensüdseite
  Ein weniger gelöstes Rätsel stellt die große Fensteröffnung auf der Traufensüdseite dar, welche mit 110 x 90 cm (B x H) ungefähr die 6fache Größe von einem der ansonsten winzigen Fenster des Untergeschosses aufweist. Es befindet sich gleich neben dem zukünftig zweiflügeligen Eingangstor von dem aus man direkt in den Kelterraum gelangt. Die Bauspuren in Form von Falzen in den bauzeitlichen Fachwerkständern weisen diese Öffnung eindeutig der ersten Nutzungsphase zu. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/14_4_2.JPG" border="0" width="180" height="130" alt="KW 10-1" title="Fenster"> Giebelwestseite, Untergeschoss:
Eine der kleinen (44 x 40 cm) Fensteröffnungen in der oberen Gefachreihe direkt unterhalb des Rähmholzes (siehe auch Rekonstruktion oben).
  Noch ungeklärt ist, ob sich in dieser Öffnung überhaupt ein verglastes Fenster befunden hat oder möglicherweise nur ein Klappladen. Welche Funktion diese Öffnung im Zusammenhang mit dem sich dahinter befindlichen Kelterraum oder der Büttnerei gehabt haben könnte ist ebenfalls noch offen. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die beiden quadratischen sehr sauber ausgearbeiteten Öffnungen im dazugehörigen Brüstungsriegel. Möglicherweise bestand ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Durchlässen und der großen Fensteröffnung. Aber nicht einmal Ansatzweise könnten wir gegenwärtig eine Erklärung zu ihrer tatsächlichen Funktion angeben. Nicht auszuschließen ist, eine spätere Hinzufügung dieser kleineren Öffnungen. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/14_4_3.JPG" border="0" width="190" height="130" alt="KW 10-1" title="Fenster">
Die giebelseitige Türöffnung am südwestlichen Gebäudeeck ließ sich anhand von Spuren am Eckständer rekonstruieren. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/14_4_4.JPG" border="0" width="190" height="130" alt="KW 10-1" title="Fenster">
Die große Öffnung (110 x 90 cm) neben dem zukünftigen Torzugang zum Kelterraum (siehe Rekonstruktionszeichnung oben). Über die Funktion der kleinen rechteckigen Öffnungen im Riegel ist nichts bekannt (Links = 20,5 x 10 cm; rechts = 23 x 11 cm)
Februar/März 2014 Umfangreiche Reparaturarbeiten am Fachwerk. Durch den langen Leerstand am alten Standort ist die Konstruktion des Gebäudes in Teilen ausgesprochen schadhaft und muss fachgerecht (zimmermannsmäßig) repariert, d.h. vereinzelt auch mit neuen Hölzern komplett ergänzt werden. Teilweise werden diese Arbeiten nicht vor Ort, sondern in der Werkstatt einer beteiligten Zimmerei durchgeführt. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/10-6.jpg" border="0" width="180" height="130" alt="KW 10-1" title="Austausch">
  <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/10-7.jpg" border="0" width="180" height="130" alt="KW 10-2" title="Reparatur"> <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/10-4.jpg" border="0" width="180" height="130" alt="KW 9-1" title="Fachwerk">
Februar 2014 Eine beim Abbau noch unter Putz verborgene Inschrift an einem hölzernen, verzierten Eckständer ist nun freigelegt. In der Kartusche ist Folgendes zu sehen: das Datum der Erbauung 1687, die Initialen des Erbauers (Nicolaus Schneider) sowie ein Zeichen, welches das das Handwerk des Büttners symbolisiert: zwei gekreuzte sogenannte Reithaken und in der Mitte der Büttnerhammer. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/10-2.jpg" border="0" width="180" height="130" alt="KW 7" title="Jahreszahl">
Januar 2014 Weiteres Aufrichten der im Ganzen ins Museum versetzten Wandteile, so dass das Erdgeschoss wie auch das Obergeschoss Mitte Januar stehen. Errichtung eines metallenen Schutzdaches über der Baustelle, um alle weiteren Bau- und Restaurierungsmaßnahmen bis zur Aufrichtung des Dachstuhles (voraussichtlich Mitte April) von nun an wetterunabhängig durchführen zu können. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/14_01.jpg" border="0" width="180" height="130" alt="KW 48" title="Ansicht">
November bis Dezember 2013 Ausheben der Baugrube, Errichten einer Betonplatte, Aufrichten der einzelnen Wandteile auf der Baustelle. Diese Wandteile waren seit der Versetzung des Gebäudes vom alten Standort (Wipfeld) auf einem Lagerplatz im Freilandmuseum sorgsam (unter Dach) eingelagert. Nun werden sie von diesem Lagerplatz per Tieflader zum Bauplatz gefahren und dort wieder aneinander und übereinander zusammengefügt. <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/13_11_1.JPG" border="0" width="180" height="130" alt="KW 48" title="Aufrichten">
  <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/13_11_2.JPG" border="0" width="180" height="130" alt="KW 48" title="Aufrichten"> <img src="/fileadmin/bilder/Bautagebuch/13_11.JPG" border="0" width="180" height="130" alt="KW 48" title="Aufrichten">

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