Sie finden das Museum in Bad Windsheim in der Rothenburger Str. 16.
Postadresse: Eisweiherweg 1, 91438 Bad Windsheim.

Sonntagsführungen zum Kennenlernen des Museums werden jeden Sonntag von Mitte März bis Mitte Dezember um 14 Uhr angeboten. Die Führung ist im Museumseintritt enthalten, Dauer ca. eine Stunde. Sonderführungen zu ausgewählten Themen finden Sie hier.
Das Museum Kirche in Franken ist das erste Kirchenmuseum im Bereich der Evangelisch- Lutherischen Kirche in Bayern und gibt Einblick in Geschichte, Traditionen und Formen des fränkischen Protestantismus.
In ökumenischer Offenheit berücksichtigt es zugleich die gemeinsamen Ursprünge in Antike und Mittelalter und das Miteinander der Konfessionen in Franken bis hin zur Gegenwart.
Mit einer speziell auf Konfirmanden und Jugendgruppen abgestimmten Führung wird ein Einblick in die Geschichte der Kirche und des Spitals gegeben. Themenschwerpunkte und Aktionsmodule können individuell gewählt werden.
Unser kirchenpädagogisches Angebot für Konfirmanden- und Jugendgruppen finden Sie hier. Für Schulklassen bieten wir ein museumspädagogisches Aktionsproramm an. Weitere Informationen finden Sie hier.
Das Museum hat seinen Platz in der aus dem Spätmittelalter stammenden Spitalkirche gefunden, die für den Gottesdienst nicht mehr gebraucht wurde. Durch die neue Verwendung konnte ein wertvolles Baudenkmal vor dem Verfall bewahrt werden.
Die Spitalkirche zum Heiligen Geist
Das Spital zum Heiligen Geist geht auf eine fromme Stiftung zurück, die der Windsheimer Bürger Konrad Förster 1318 zu Gunsten bedürftiger Bürger der damalige Freien Reichsstadt Windsheim tätigte. Die heutige Kirche wurde von 1416 bis 1421 erbaut. Nach der Einführung der Reformation diente die Kirche dem evangelischen Gottesdienst und wurde nach dessen Bedürfnissen umgestaltet, vor allem durch den Einbau der Emporen.
Dem Besucher erschließen sich beim Rundgang im Museum exemplarisch die Geschichte kirchlichen Bauwesens und die liturgischen Funktionen sakraler Räume.
Auf die Verwendung des Gebäudes in vorreformatorischer Zeit verweist der virtuell rekonstruierte Krankensaal. Zeugnisse des spätmittelalterlichen Lebens im Spital, die bei einer Grabung ans Licht kamen, werden im Westanbau ausgestellt.
Der Dachstuhl, eine Meisterleistung der Zimmererkunst des 15. Jahrhunderts, ist begehbar und zeigt eine Ausstellung zur Geschichte der Kirchendachwerke.
Der Chor besitzt wieder die Farbigkeit der vorreformatorischen Zeit und vermittelt mit den Resten seiner ursprünglichen Ausstattung Eindrücke von der Frömmigkeit des Spätmittelalters.
Die Kanzel des zu seiner Zeit bedeutenden Bildschnitzers Georg Brenck von 1622 und die Steinmeyer-Orgel unterstreichen die Bedeutung der Wortverkündigung und der Kirchenmusik im evangelischen Gottesdienst.
Stationen des Protestantismus von der Reformation bis heute
Auf die Geschichte der Reformation und auf die gottesdienstlichen Gebräuche und sakramentalen Handlungen verweist exemplarisch Andreas Hemeisens Konfessionsbild von 1601.
Erläuternde Texte und Sachzeugnisse führen in die Lehre Luthers und die reformatorischen Kirchenordnungen ein und lassen die Herausbildung der konfessionellen Landschaft in Franken verfolgen.
Auswirkungen der Gegenreformation werden in der Geschichte der Glaubensflüchtlinge sichtbar, innere Auseinandersetzungen des Protestantismus im Pietismus.
Das 19. Jahrhundert bringt die Entstehung der bayerischen Landeskirche, die Anfänge der Mission und der Diakonie.
Im 20. Jahrhundert wird auch die Zeit des Nationalsozialismus nicht ausgespart. Impressionen des heutigen kirchlichen Lebens vermittelt ein Kurzfilm.
Zeugnisse des Gottesdienstes und des christlichen Lebens
Fast vergessene Traditionen des kirchlichen Lebens verkörpern z. B. Kanzelsanduhren, Beichtstuhl und Stuhlschilder, Leichenkerzen und Totenkronen.
Liturgische Geräte in der Sakristei, Bildtafeln mit biblischen Darstellungen (ehemals Emporenbilder), Uhren und Glocken im Turm. Orgel und Posaunen auf der zweiten Empore geben Einblick in den Reichtum der evangelischen kirchlichen Kultur. Die Geschichte der Konfirmation wird auf der ersten Empore präsentiert. Eine stilisierte Friedhofssituation im nördlichen Außenbereich lädt zum Nachdenken über "Trauer und Hoffnung" ein.
Sonderausstellungen
Ausstellungen zu weiteren Themen aus Kirche und Religion sind von Zeit zu Zeit im westlichen Kirchenschiff zu sehen. Zeugnisse privater Frömmigkeit finden sich in zahlreichen Häusern der ländlichen Baugruppen.
Träger des Museums Kirche in Franken ist der Bezirk Mittelfranken.
Zur Betriebsträgerschaft gehören:
Museumsführungen für Erwachsene (Dauer ca. 1,5 Std.) buchen Sie bitte hier.
oder telefonisch unter 09841 - 401 858.
Es bestehen Kombinationsmöglichkeiten mit Führungen und Veranstaltungen im Fränkischen Freilandmuseum. Wir beraten Sie gerne.