Fotoaufnahme einer mit Dampfkraft angetriebene Dreschmaschine. Im linken oberen Eck des Bildes stehen zwei Helfer, die die Maschine mit Ähren füllen. Diese drischt das Getreide. Die daraus entstandenen Körner werden in Säcke gefüllt, die sich auf einen Wagen hinter der Maschine stapeln.

Alte Landmaschinen im Freilandmuseum

Eine Themenwoche von So, 9. August bis Sa, 15. August

Tuckern, klappern, zischen und pfeifen – das sind die Geräusche, die man vom 9. (Sonntag) bis zum 15. August (Samstag) jeweils an den Nachmittagen im Fränkischen Freilandmuseum hören kann. In der Themenwoche „Maschinen auf dem Land“ setzen wir unterschiedliche Highlights unserer Sammlung in Bewegung – jeden Tag ist etwas anderes geboten. Damit möchten wir trotz der Absage der  Großveranstaltung am 9.8. die spannendsten Elemente aus dem geplanten Programm präsentieren, jedoch angepasst an die aktuellen Sicherheits- und Hygienerichtlinien und zur Entzerrung der Besucherströme verteilen über eine gesamte Woche.

Technikfreunde kommen voll auf ihre Kosten, wenn wir verschiedene Schleppermodelle vorführen (So, Di, Mi, Do) – darunter ein legendärer Lanz Bulldog von 1939 mit Glühkopfmotor, den man nicht einfach mit einem Zündschlüsssel zum Laufen bringen kann. Der Geräteträger „Kombi Rekord“ des Bad Windsheimer Herstellers Schmotzer zeigt, dass Schlepper auch ungewöhnliche Formen annehmen konnten und nicht nur als reine Zugmaschinen eingesetzt wurden.

Ein besonderer Höhepunkt ist eine Großdreschmaschine, die von einer Lokomobile angetrieben wird ((So, Mi, Sa). Hier wird das Getreide der Museumsfelder „live“ vor Publikum verarbeitet, das Stroh im Anschluss gleich zu Ballen gepresst. Auf den Feldern sind unterdessen unsere Museumslandwirte unterwegs und lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen. Ein Mähdrescher wird hierbei zwar voraussichtlich nicht zum Einsatz kommen – es steht jedoch einer bereit, den sich die Besucher*innen unter fachkundiger Erläuterung einmal näher anschauen können (Mo + Do).

Doch neue Technik gab es nicht nur auf den Bauernhöfen. Im Bereich unserer Ziegelei wird eine Feldbahn unterwegs sein, wie sie in Steinbrüchen und auf Baustellen eingesetzt wurde (Mo, Do, Fr). Und in der Baugruppe Altmühlfranken zeigen verschiedene selbstfahrende Sägen, wie man einst direkt vor Ort Brenn- und Bauholz zurechtschnitt (Di, Fr, Sa).

Neben den besonderen Aktionen stehen an jedem Nachmittag Experten in unseren Landmaschinenausstellungen Rede und Antwort: Passend zur Dreschvorführung erfahren die Besucher*innen in der Schafscheune aus Weiltingen, wie sich das Dreschen von Getreide von einer kräftezehrenden und langwierigen zu einer fast vollautomatisierten Angelegenheit entwickelte. Abschließend wird die Funktionsweise einer Lokomobile anhand eines Modells genauer erklärt. Und in der Lagerhalle auf Mögeldorf wird die spannende Geschichte der Technisierung der Landwirtschaft anhand ausgewählter Ackerbau- und Erntemaschinen vorgestellt.

Die Themenwoche zeigt längst überholte, anschauliche und nachvollziehbare Technik. Sie berichtet von Erfindergeist, von überwundenen und neuen Strapazen im bäuerlichen Alltag. Sie eröffnet zugleich neue Perspektiven auf die rasante Entwicklung der Landwirtschaft in den letzten 200 Jahren – von der Handarbeit zur Vollindustrialisierung, deren Folgen die Menschheit heute vor neue Herausforderungen stellt.

Veranstaltungsflyer

Tagesprogramm

Ansprechpartner

Markus Rodenberg M.A.

Sammlungsreferent
(Sammlungsbereich Landwirtschaft, Handwerk, Möbel, Öfen, Glas, Keramik, Zinn, Instrumente)

Gebäudetrakt Sammlung und Restaurierung (am Freibadparkplatz)
Eisweiherweg 1
91438 Bad Windsheim
Tel.: 09841/6680-28
Fax: 09841/6680-99
markus.rodenberg@freilandmuseum.de

Jakob Ackermann M.A.

Museumspädagoge
(Beratung & Buchung, Konzeption, Veranstaltungen)

Verwaltungsgebäude Aumühle 2. OG
Eisweiherweg 1
91438 Bad Windsheim
Tel.: 09841 6680 29
Fax: Fax: 09841/6680-99
jakob.ackermann@freilandmuseum.de