Abbildung einer Zeichnung des Architekturbüros Wiener. Gezeigt wird das Bauernhaus aus Wipfeld mit seiner Fachwerkfassade und dem Ziegeldach. Dahinter wurden Bäume gemalt.

Bautagebuch "Das Büttnerhaus aus Wipfeld" (Lkr. Schweinfurt)

Erbaut 1685-1687; abgebaut für das Fränkische Freilandmuseum 2008-2009; eröffnet im Herbst 2015.
Mit dem Büttner- und Weinhäckerhaus aus dem am Main gelegenen Dorf Wipfeld erhält das Fränkische Freilandmuseum eine seiner schönsten Fachwerkfassaden – ausgestattet mit aufwändigen Schnitzereien und zahlreichen Andreaskreuzen.
Abgesehen von kleineren Änderungen ist das Haus weitgehend im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. Im Erdgeschoss befand sich zur Bauzeit die Werkstatt eines Büttners. Mit der Anfertigung von Fässern übernahm er eine wichtige Aufgabe für den Weinbau, der damals wie heute von großer Bedeutung in der Region Mainfranken ist. Im Museum soll die Werkstatt neu eingerichtet und für Handwerksvorführungen genutzt werden. Ebenfalls zu erwähnen ist die außergewöhnlich dekorative Vertäfelung der Stube im Obergeschoss, die wieder in ihrer alten Pracht zu sehen sein wird.
Ab etwa 1914 war das Haus nicht mehr bewohnt und wurde fortan nur noch als Werkstatt und Abstellraum genutzt. Obwohl sich der Landkreis Schweinfurt und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege mehr als zehn Jahre lang für das Gebäude eingesetzt hatten, konnte es am alten Standort nicht erhalten werden.
Seine Übernahme durch das Fränkische Freilandmuseum geschah mit finanzieller Unterstützung der Bayerischen Landesstiftung, der Landesstelle für die Nichtstaatlichen Museen und der Raiffeisenbank Bad Windsheim. Im Museumsgelände rundet es den Dorfplatz dieser Baugruppe ab und befindet sich dabei in einem passenden Umfeld: Weinbau betrieb man auch im benachbarten Amtshaus aus Obernbreit und im Weinbauernhaus aus Retzstadt.

Ansprechpartner

Dr. Herbert May

Museumsdirektor

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