Fotoaufnahme des Versetzens der Innenwand. Durch eine Türöffnung  in der Außenwand aus Sandstein ist die am Kran hängende und verschalte Innenwand erkennbar. Am Boden helfen Arbeiter bei der Positionierung. In der Türöffnung lehnt eine Leiter neben Werkzeug.

Bautagebuch zum Aufbau des Badhauses aus Wendelstein

Das Badhaus aus Wendelstein bildet einen neuen Höhepunkt in unserem Häuserbestand: Es ist das erste Badhaus überhaupt in einem Freilandmuseum, das zudem mit einer weitgehend vorhandenen spätmittelalterlichen Bausubstanz aufwarten kann ‒ inklusive nahezu komplett erhaltener Badstube. Diese von Badern betriebene Einrichtung stellte einst die hygienische und medizinische Versorgung der Bevölkerung sicher: Hier konnte man sich waschen und Sitzbäder nehmen, aber auch Behandlungen wie Schröpfen, Aderlass und sogar chirurgische Eingriffe durchführen lassen.

Das Badhaus wurde 1450 auf der Grundlage eines älteren, im Ersten Markgrafenkrieg (1449/50) zerstörten Vorgängerbaus errichtet. Die äußere Gestalt blieb seither weitgehend unverändert: Auf einem steinernen, ungewöhnlich hohen Erdgeschoss, in dem die Badstube mit Wasserkessel, Schwitzofen, Zisterne und Umkleideräumen untergebracht ist, befindet sich ein Fachwerkbau mit teilweise ausgebautem Dach. In diesem befanden sich drei Wohnungen, die über eigene Eingänge, Bohlenstuben, Küchen und Kammern verfügten. Hier lebten sowohl wie Baderfamilie als auch Beständner (Mieter).

Bis in die Zeit um 1800 blieb die Badstube in Betrieb, danach nutzte man die Räume als Stall. Zuletzt stand das Gebäude leer und verfiel. Der Abbau durch das Freilandmuseum erfolgte im Jahr 2012 überwiegend in ganzen Wand- und Deckenteilen. Er wurde begleitet von intensiven bauhistorischen, archäologischen und archivalischen Untersuchungen, deren Ergebnisse die wechselvolle Bau- und Bewohnergeschichte des Badhauses spiegeln.

  • Erbaut 1450
  • Abgebaut für das Fränkische Freilandmuseum 2012
  • Fertigstellung Frühjahr 2021

 

Alle im Bautagebuch verwendeten Pläne sind vom zuständigen Planungsbüro Wirsching & Madinger / Architekten und Ingenieure PartG mbB / 90616 Neuhof / Zenn

Rüttelplatte auf angeschüttetem Lehm vor Mauer

13.10.2020 Ostseite Gebäudesockel.Eine Lehmabdichtung als circa 50 cm breiter Streifen im erdberührenden Bereich des Gebäudesockels verhindert einen seitlichen Feuchtigkeitseintrag in die Gebäudegründung.

Lehmabdichtung

Bevor das Gelände im Umgriff des Badhauses gestaltet werden kann wird zunächst die Gebäudegründung durch eine vertikal eingebrachte Lehmpackung gegen eindringende Feuchtigkeit abgedichtet.

steiles Dach mit vier kleinen Gauben

13.10.2020 Westliche Dachschräge.Die zwei jetzt erst eingebauten kleinen Gauben in der westlichen Dachfläche sorgen für mehr Licht in den dahinter befindlichen Räumen. Wegen ihrer geringen Größe werden diese Art Gauben im Nürnberger Raum auch als Wengerla bezeichnet.

verbretterte Dachschräge mit kleiner Dachgaubenöffnung

13.10.2020 Obergeschoss, Abseitenstube. Die Dachschräge in der westlichen Abseitenstube erhält eine Bretterung. Die nachträglich eingebaute kleine Dachgaube sorgt zusätzlich für mehr Licht.

Lichtgauben

Die beiden westlichen Abseitenräume im 1. Obergeschoss erhalten neben einer gebretterten Dachschräge auch jeweils eine zusätzliche Lichtöffnung in der Art relativ schmaler und flach gehaltener Gauben. Sie sind nicht größer als dies der Abstand zwischen zwei Sparren erlaubt. Aufgrund ihrer dadurch bedingten geringen Größe werden sie im Nürnberger Raum auch als „Wengerla“ bezeichnet

Innenraum: Gang mit rotem Fachwerk und weißen Füllungen

13.10.2020 Erstes Obergeschoss. Bereits fertiggestellt ist die dekorative Gestaltung des Flures wie sie für die erste Nutzungszeit in der südlichen Hauszone bestanden hat.

Farbfassungen

Nacheinander erhalten die Räume des ersten Obergeschosses ihre für die erste Nutzungsphase nachgewiesenen Wandgestaltungen. So sind die Wände und Decken im Flur der nördlichen Hauszone weiß gestrichen und durch eine eisenoxidrote Absetzung des Fachwerks dekoriert.

Bretterschaltung an einem Gang an der Außenseite des Hauses im 1. OG, davor noch ein Gerüst

8.9.2020 Die Altane hat ihre Brüstungsschalung bekommen dessen Bretterung an der Basis in der Art eines breiten Dreipasses abschließt. Es fehlt noch der endgültige Zugang in Form einer Blockstufentreppe.

Sandsteinmauer mit Biberschwanzziegeldeckung

8.9.20 Die auf zwei Seiten ausgeführte Sandsteinquadermauer hat ihre Abdachung analog zum Haus mit gotischen Biberschwanzziegeln erhalten, welche eigens dafür in der Museumsziegelei produziert wurden.

Giebelseite des Badhauses aus Wendelstein, EG Sanstein, OG Fachwerk mit weißen Putzgefachen

8.9.2020 Der hoch aufragende Südgiebel erstmals ohne verstellendes Gerüst. Das Gelände im Umgriff wird später noch auf das Niveau der Eingangsschwelle zwischen 60 bis 80 cm angehoben.

Fassade - Fertigstellung

Bereits Mitte August waren allen Arbeiten an der Fachwerkfassade des Obergeschosses und des steinernen Erdgeschosses zum Abschluss gekommen.

Das Gerüst wurde somit am 25. August abgebaut wodurch erstmals ein Blick auf die unverstellte Fassade möglich war. Gegenwärtig fehlen noch die Fensterläden, die Fenster im Erdgeschoss sowie beide Eingangstüren.

Auf der Ostseite hat die Altane Brüstungsbretter erhalten, die entsprechend der Zeit um die Mitte des 15. Jahrhunderts mit einem basalen Dreipassabschluss als Bauzier ausgestattet sind.

Mittlerweile fertiggestellt mit einem bekrönenden Biberschwanzsatteldach ist auch die an zwei Seiten das Badhausareal begrenzende Sandsteinmauer.

Holzkonstruktion vor gemauertem Kubus

10.12.19 Bereits im Dezember 2019 wurden die Konstruktionsdetails des Nebengebäudes geplant. Ein provisorisches Lattengerüst hat dabei die zukünftige Dimension des Gebäudes verdeutlicht. Der mit Hochlochziegeln gemauerte Kubus im Hintergrund nimmt die erforderliche Haustechnik für das gesamte Badhaus auf und wird später durch einen vorgetäuschten Schweinestall in Blockbauweise kaschiert.

Blockbaukonstruktion mit Steinsockel und Satteldach

4.8.2020 Das fertiggestellte Nebengebäude. Hinter der Blockbaukonstruktion verbirgt sich der gemauerte Kubus für die Haustechnik.

Nebengebäude

Mittlerweile fertiggestellt ist das Nebengebäude. Das es ursprünglich ein Nebengebäude gegeben hat konnte auch archäologisch nachgewiesen werden. Unklar bleibt hingegen welcher Art dieses Gebäude war und ob es daneben noch weitere bauliche Anlagen zum Badhaus gegeben hat. Für die Zeit nicht ungewöhnlich waren Stallungen und Vorratsgebäude auch kleinere Kombinationsgebäude in denen neben einer wirtschaftlichen Nutzung auch gewohnt wurde. Für den Wiederaufbau haben wir uns für einen Nachbau einer Holzlege mit Schweinestall entschieden. Schweineställe in Blockbauweise waren üblich in der Zeitstellung des Badhauses. Tatsächlich verbirgt sich in ihm allerdings die moderne Haustechnik für das gesamte Badhaus. In der Kombination mit einer Holzlege thematisieren wir den enormen Holzbedarf zum Betrieb des Badeofens.

eine kleine Menge Estrichmörtel zwischen zwei Deckenbalken

16.7.20 Der Estrichmörtel wird als 5 cm starker Belag zwischen die Deckenbalken eingebracht.

Estrich zwischen Deckenbalken von oben gesehen

16.7.20 Der Estrichmörtel unmittelbar nach seinem Einbau zwischen den Deckenbalken in der Küche (1. OG). Nach dem Abtrocknen und Erhärten des Mörtels wird dessen Oberfläche noch geschliffen

Eine kleine Menge Estrich mit groben Ziegelstücken mit Meterstab und Nummerierung

19.3.2020 Eine der Versuchsflächen zur Rekonstruktion des Estrichs im 1. Obergeschoss. Die groben Ziegelstücke geben der angeschliffenen Estrichoberfläche ein marmoratiges Erscheinungsbild.

Estrich

In der ersten Nutzungsphase hat es im 1. Obergeschoss in den Nebenräumen und in der Flurzone keinen Dielenbelag gegeben. Gelaufen wurde auf den Balkenoberflächen und einer Estrichfüllung zwischen ihnen. Nur in der Bohlenstube hat es immer schon Dielen gegeben. In der Küche, der Abseitenstube und einer kleineren Kammer in der südlichen Hauszone wird hingegen die frühe dielenlose Bodengestaltung rekonstruiert. Bei dem Estrich handelt es sich um einen Kalkmörtel dem unter anderem grobe Ziegelstücke zugeschlagen werden. Das anschließende Schleifen des Estrichs nach dessen Trocknung bewirkt aufgrund des groben Ziegelkorns eine marmorartige Anmutung der fertigen Oberfläche.

Nadelholzfenster

6.7.20 Auch die hellen Nadelholzfenster haben eine dunkle, fast schwarze Lasur auf der Basis von Eiern, Leinöl, Wasser und Rußschwarz als Pigment erhalten.

Fenster

Auch die in hellem Nadelholz rekonstruierten Fenster erhalten eine dunkle Lasur auf der Basis einer selbst gemischten Eitempera, um sie damit dem Verwitterungston des Fachwerks näherzubringen.

eingehaustest Haus mit farbiger Gestaltung

16.7.20 Die Ostseite, fertig verputzt. Die neuverbauten Nadelhölzer des Fachwerks sowie der Altane sind farblich den bauzeitlichen Originalhölzer durch eine dunkle Lasur angeglichen.

Fassadenfassung

Die Arbeiten an der Fassade sind zeitaufwendig. Insbesondere die Applikation des dunklen Lasuranstriches auf den neuverbauten Hölzern wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Fachwerkgefüge mit Ziegelsteinfüllung

4.6.2020 Die Backsteingefachfüllungen erhalten noch einen einschichtigen weiß getünchten Verputz

Außenansicht der Ostfassade mit Fachwerk

4.6.2020 Ostseite im Bereich der Bohlenstube. Mit einer dunkel eingefärbten Lasur werden die neuen Fachwerkhölzer im Außenbereich dem Altbestand angeglichen.

Fachwerk mit Ziegelsteinfüllung

4.6.2020 Südgiebel. Das dunklere bauzeitliche Fachwerk ist bereits überarbeitet und steht noch mit einem starken Kontrast zu den helleren Ergänzungshölzern. Die Überarbeitung der alten Hölzer sind wichtig, um z. B. ein Eindringen von Feuchtigkeiten möglichst zu verhindern. Mit einer dunkelpigmentierten Lasur werden Unterschiede zwischen den Hölzern angepasst und das ursprünglich dunkle Erscheinungsbild wiederhergestellt.

Fassadengestaltung

Die warme Jahreszeit wird genutzt, um möglichst alle Außenarbeiten, insbesondere an der Fassade, zum Abschluss zu bringen.

Am Südgiebel hat sich der größte Bestand an Fachwerkhölzern aus der Bauzeit von 1450 erhalten. Ursprünglich hatten sie keinen Anstrich und waren einfach nur holzsichtig. Trotzdem hat sich im Laufe der Zeit aufgrund der natürlichen Verwitterung eine dunkelgraue, fast schwarze Patina auf ihnen entwickelt. Entsprechend groß ist der Kontrast zu den Reparaturhölzern, so dass mit einer dunklen Lasur die neuen Hölzer an den historischen Bestand angeglichen werden. Verwendet wird dazu eine Eitempera auf der Basis von Leinöl, Wasser, Eiern und Rußschwarz als Pigment.

großer Kupferkesser mit konischer Form

26.3.20 Der große, ca. 600 Liter fassende Wasserkessel aus Kupfer, ist eingetroffen und wird bald im dafür vorgesehenen Ofen in der Schürkammer eingebaut.

Deckenbalken, teilweise schon farblich braun gestrichen

17.3.20 Die hellen Deckenbretter des Fehlbodens innerhalb der Badstube im EG werden farblich durch eine Öllasur den bauzeitlichen Deckenbalken angepasst.

Erdgeschoss Deckenlasur

Um die hellen Reparaturhölzer an den originalen Bauteilen auch visuell anzupassen, erhalten diese eine dunkel pigmentierte lasierende Leinölfassung. Hierzu zählen auch die Deckenbretter zwischen den bauzeitlichen Deckenbalken in der Badstube. Übrigens erhalten nur all jene rekonstruierten Hölzer eine farbangepasste Öllasur, die eindeutig dem Bestand von 1450 zuzuordnen sind. Bei allen Hölzern die zukünftig als natursichtig zu sehen sind handelt es sich somit um Bauteile, zu denen es keine eindeutigen Nachweise mehr gibt von denen wir aber annehmen können, dass es so oder so ähnlich gewesen sein könnte. Hierzu zählen zum Beispiel die zwei großen Ständer in der Badstube oder die hölzerne Trennwand zwischen Wannenbad oder Schwitzbadbereich.

Mauer aus massiven Quadersteinen

26.03.20 Ein Satteldach aus Dachziegeln bildet den Abschluss der Mauer.

Bauarbeiter errichten Stück für Stück eine massive Steinmauer

19.3.20 Die zweiseitig ausgeführte Sandsteinmauer wird aus 40 cm hohen Quadern bestehen und eine Höhe, ohne Bekrönung, von ca. 1,3 m erreichen.

Außengestaltung

Die Arbeiten an einer Umfassungsmauer mit großen Sandsteinquadern haben begonnen. Die Fläche auf dem das Badhaus errichtet wurde erhält an ihrer West- und Südseite, also zweiseitig, eine Sandsteinmauer als Begrenzung. Insbesondere mit dem Mauerabschnitt zur ländlichen Mittelalterbaugruppe wird angedeutet, dass das Wendelsteiner Badhaus ehemals einem Marktflecken angehört hat und mit dieser Mauer eine Abgrenzung zu den rein ländlich geprägten Gebäuden dieser Baugruppe zum Ausdruck kommen soll.

fachwerkmauer mit weiß verputzten Gefachsflächen

2.3.2020 1. Obergeschoss. Mittlere Flurzone mit verputzten Gefachflächen.

weiß verputzte Wand

2.3.2020 Abseitenstube im 1. OG. Raum 1.3. Verputzte Trennwand zur Küche

gemauerter Herd mit Rauchhaube

26.2.2020 Der gemauerte Herdblock unter der Rauchhaube vervollständigt die Ausstattung in der Küche der südlichen Wohnzone.

26.2.2020 Ein aufgemaltes weißes Fugennetz auf rotem Grund hat die ehemalige Abziehstube im Erdgeschoss während ihrer ersten Nutzungsphase dominiert. Die Rekonstruktion zeigt die eindrückliche Wirkung dieses Dekors

Gemalte Architektur

Der ehemalige Umkleideraum im Erdgeschoss, welcher von den Zeitgenossen auch als Abziehstube bezeichnet wurde, hat maltechnisch ein Dekor erhalten, dass für die erste Nutzungsphase ab 1450 als sogenannte Quadermalerei auf rotem Farbgrund steht und durch Befunduntersuchungen für diesen Raum so nachgewiesen wurde.

Die Küchen im Obergeschoss haben ihre gemauerten Herdblöcke erhalten. Parallel dazu sind die Verputzarbeiten an den Fachwerkwänden insbesondere in den Flurzonen und den angrenzenden Räumen zum Abschluss gekommen. Durch die frisch verputzten Wandflächen wird der großzügige Raumeindruck in den Flurzonen und den angrenzden Räumen besonders eindrücklich.

Steinmauer mit Lücken

10.12.19 Südgiebel, Fassade. Die stark geschädigten Sandsteinquader unterhalb der Fenster sind bereits zurückgearbeitet und für die Aufnahme der Ersatzquader vorbereitet.

Zwei Steinplatten, daneben ein Steinmetz mit Werkzeug

10.12.19 Das Herrichten der Ersatzquader.

Mit Steinplatten belegter Boden

10.12.19 In der späteren Wannenbadabteilung und in der Schwitzstube mit ihrem großen Ofen sind die Sandsteinbeläge fertig verlegt und verfugt und zeigen das endgültige Bodenniveau in der Badstube. Auf dem Estrich im hinteren Teil der Badstube wird später ein Dielenboden verlegt.

Mit Steinen belegter Boden

10.12.19 In der späteren Wannenbadabteilung und in der Schwitzstube mit ihrem großen Ofen sind die Sandsteinbeläge fertig verlegt und verfugt und zeigen das endgültige Bodenniveau in der Badstube. Auf dem Estrich im hinteren Teil der Badstube wird später ein Dielenboden verlegt.

Putz mit Fehlstellen und Füllungen

27.11.19 In der ehemaligen Umkleide (Abziehstube) im Erdgeschoss sind die ursprünglichen in Resten noch erhaltenen Putze aus der ersten Nutzungsphase bereits gesichert. Hierzu werden unter anderem mit Hilfe dünner Schläuche Hohlstellen hinter den Putzresten mit Injektionsmörtel verfüllt.

mit großen Steinquadern gemauerte Wand mit Fenster

27.11.19. Erdgeschoss. Östliche Außenwand in der ehemaligen Abziehstube (Raum 0.6) vor der Putz- und Farbergänzung.

Putz-Oberfläche mit Zirkenschlägen

27.11.19. Erdgeschoss. Östliche Außenwand in der ehemaligen Abziehstube (Raum 0.6). Die Reste einiger in den frischen Mörtel geritzten Zirkelschläge. Ihre Bedeutung ist bisher nicht geklärt.

Zeichnung mit roter Quaderung und Bunzenscheibenfenster

27.11.19. Erdgeschoss. Östliche Außenwand. Rekonstruktionszeichnung mit den Resten eines Zirkelschlagmotivs links neben dem Fenster, sowie einer Quaderaufmalung auf der ersten eisenoxidrot gefassten Putzoberfläche. Die gemalten Quader sind nur für den Bereich des ehemaligen Ofenstandortes nachgewiesen.

EIn Raum, dessen Boden mit Schaumglasschotter belegt wurde.

10.12.19 Erdgeschoss. Raum 0.2/0.3. Zukünftiger Ausstellungsbereich. Der große Hohlraum neben der Flurzone unmittelbar vor dem Zugang in die Badstube ist mittlerweile mit Schaumglasschotter verfüllt. Ursprünglich befand sich dort eine Grundwasserzisterne über die die Badstube mit Wasser versorgt wurde. Im Hintergrund ist die Schürkammer zu sehen.

Winterbaustelle

Obwohl die meisten Arbeiten mittlerweile nach Innen verlegt sind, lässt die bis jetzt recht milde Witterung noch Aktionen im Außenbereich zu. Hierzu zählt insbesondere die Sanierung der Sandsteinfassade durch einen Steinmetzbetrieb aus Ebrach, welcher bereits erste Steinergänzungen an der besonders geschädigten Zone unterhalb der Fenster am Südgiebel durchführen konnte.

Im Erdgeschoss sind die Fehlböden in der südlichen Zone im Bereich der Treppenanlage und dem zukünftigen Ausstellungsbereich mit Schaumglasschotter aufgefüllt.

In der ehemaligen Umkleidekabine des Badhauses – es ist der erste Raum rechts, wenn man das Badhaus im Erdgeschoss über den südlichen Hauptzugang betritt – sind zwischenzeitlich die historischen Putze und farbigen Fassungen der ersten Nutzungsphase gesichert und werden in den folgenden Wochen putztechnisch ergänzt. Wichtig war die Konservierung eines Zirkelschlagmotivs, das in Resten auf der östlichen Wandfläche noch zu sehen ist.

In der Badstube selbst sind alle vorgesehenen Sandsteinplattenbeläge vollständig verlegt und bereits verfugt.

Das Badhaus aus Wendelstein mit nahezu abgebautem Gerüst. Davor ein Sandhaufen

18.11.19 Freie Sicht auf das Badhaus aus Wendelstein ohne Fassadengerüst. Die Verputz- und Malerarbeiten werden ab Frühjahr 2020 ausgeführt.

Zwei weiße Schornsteine auf einem Walmdach, das mit Ziegeln gedeckt ist.

18.11.19 Nördlicher Dachwalm. Außergewöhnlich wirken die beiden Kamine der Doppelküche im Obergeschoss. Sie sind der äußerlich wahrnehmbare Ausdruck engster Wohnraumnutzung im späten Mittelalter.

ein gekalkter Raum, noch ohne Boden, lediglich drei Reihen sind mit Sandsteinen schon geflastert

18.11.19 Badstube. Die ersten Platten für den Sandsteinbelag in der Badstube sind gelegt. Hier in der zukünftigen Wannenbadabteilung.

18.11.19 Fehlbodenschüttung in der mittleren Flurzone. Die Leerräume zwischen den Balken der Erdgeschossdecke werden mit einer leichten Lehm-Blähtonmischung aufgefüllt. In den rechteckigen Kästen befinden sich Elektroanschlüsse für die Beleuchtung von Informationstafeln, Vitrinen oder Medienstationen an den jeweils dafür vorgesehenen Positionen im Gebäude. Sie sind später nicht sichtbar.

18.11.19 Fehlbodenschüttung in der mittleren Flurzone. Die Leerräume zwischen den Balken der Erdgeschossdecke werden mit einer leichten Lehm-Blähtonmischung aufgefüllt. In den rechteckigen Kästen befinden sich Elektroanschlüsse für die Beleuchtung von Informationstafeln, Vitrinen oder Medienstationen an den jeweils dafür vorgesehenen Positionen im Gebäude. Sie sind später nicht sichtbar.

zwei kleine Räume

18.11.19 Doppelküche in der nördlichen Wohnzone im OG. Im Feuerungsbereich unterhalb der Rauchhaube sind die beiden Herdstellen durch eine gemauerte Zwischenwand voneinander getrennt und davor in Verlängerung durch eine gebretterte Wand. Die Herdblöcke fehlen noch.

Abgerüstet

Seit der 46. Kalenderwoche ist der Blick auf das gesamte Gebäude nicht mehr durch ein Gerüst verstellt. Die noch ausstehenden Verputz und Malerarbeiten an der Fassade werden ab Frühjahr 2020 fortgesetzt, wozu insbesondere der Südgiebel noch einmal einzurüsten ist.

 

Die letzten Dacharbeiten in dieser Saison waren die Fertigstellung der Zwillingskamine am südlichen Dachwalm. Sie gehören zu einer Art Doppelküche in der nördlichen Wohnzone des Obergeschosses und sind ein äußerlich sichtbares Zeugnis für die ehemals engen Wohnverhältnisse in unserem Badhaus.

 

Auch innen hat sich einiges getan. Im Erdgeschoss haben die Verlegearbeiten des Sandsteinplattenbelags in der Badstube begonnen.

Im Obergeschoss ist der Fehlboden zwischen den Balken der Erdgeschossdecke mit einer gebundenen Schüttung aus Blähtonkügelchen und Lehm bereits zur Hälfte fertiggestellt. Die Blähtonkügelchen gewährleisten ein möglichst geringes Eigengewicht der Schüttung.

Auch die Mauerarbeiten an der Kaminhaube für die Doppelküche in der nördlichen Wohnzone sind abgeschlossen.

eine Kamin mit einer doppelzügigen Schlothaube, weiß, in Mitten einer noch mit Folie gedeckten Dachansicht

23.8.19 Der Hauptkamin mit seiner charakteristischen doppelzügigen Schlothaube, die sich an historischen Beispielen der Nürnberger Hauslandschaft orientiert.

Mäandernde, weiße Rohre im Fußbodenbereich

14.8.19 Ziemlich futuristisch für ein spätmittelalterliches Gebäude wirkt die Rohinstallation der Heizschleifen für die zukünftige Bodenheizung in der Badstube. Mit ihrer Hilfe trocknet die Feuchtigkeit nach den Badetagen möglichst rasch, um dadurch allfälligen Feuchteschäden im Badhaus zu begegnen.

Außenansicht eines Holzfachwerks mit Lehmfüllungen und  einer Türöffnung.

23.8.19 Über die Altane werden die drei Wohnzonen im Obergeschoss erreicht. Ihre Fertigstellung war die vorerst letzte Arbeit der Zimmerleute am Badhaus. Die noch fehlenden Brüstungsbretter werden zu einem späteren Zeitpunkt montiert.

Abschluss der Zimmererarbeiten

Mit Fertigstellung der Altane ist bis auf kleinere Restarbeiten die Leistung der Zimmerer am Badhaus abgeschlossen. Über die Altane werden zukünftig die drei Hauszonen des Obergeschosses erreicht.

Zum Abschluss gekommen ist auch der Hauptkamin bei dem es sich eigentlich um einen Doppelschlot handelt. Zu sehen ist dies an der zweifachen Haube des Kaminkopfes. Sie gibt einen Hinweis darauf, dass ab dem Dachgeschoss der Zug einer weiteren Feuerstelle vom Hauptkamin aufgenommen wird. Die Form der Schlothaube orientiert sich an Beispielen spätmittelalterlicher Kaminformen in Nürnberg.

Ganz konträr wirken gegenwärtig die ausgelegten Leitungen der Fußbodenheizung in der zukünftigen Badstube im Erdgeschoss. Sie dient jedoch nicht für die Behaglichkeit unserer Badegäste. Vielmehr soll mit ihrer Hilfe die anfallende Badefeuchtigkeit in dem ansonsten historischen Umfeld möglichst rasch abgetrocknet werden.

ein mit Ziegelsteinen frisch aufgemauerter Kamin, Foto aus dem Dachstuhl

23.7.19 Der große Kamin von der Schürkammer ausgehend. Hier der fertiggestellte Abschnitt in der südlichen Flurzone des 1. Obergeschosses. Blickrichtung nach Westen.

Blick aus dem noch offenen Dachgeschoss durch die nördliche Walmausbildung

23.7.19 Die nördliche Walmausbildung am oberen Dachgeschoss mit den am Hahnenbalken anliegenden Walmsparren.

Neue Sparren wurden als rekonstruierter Walm aufgelegt.

23.7.19 Der rekonstruierte Walm der nördlichen Dachzone. Der zukünfte Walmüberstand wird circa 40 cm betragen

mit Ziegelsteinen wird von zwei Maurern ein Kamin aufgemauert

25.7.19 Die Maurerarbeiten am großen Kamin in der oberen Dachgeschossebene.

Kamin und Walm

Noch im Juli konnten die Lehmbauarbeiten an den Außen- und Innenwänden des Badhauses zum Abschluss gebracht werden. Auch bei den Zimmererarbeiten ist ein Ende absehbar. Mit der Errichtung des nördlichen Walms ist die bauzeitliche Dachform wieder erlebbar. Noch vor dem Winter soll das Dach seine vollständige Deckung erhalten. Für die Zimmerer bleibt somit nur noch die Rekonstruktion der Altane auf der Traufenostseite als ihre vorerst letzte Leistung am Badhaus selbst.

Die Maurer sind gegenwärtig mit den Kaminen beschäftigt. Angefangen haben sie mit dem großen Kamin, der von der Schürkammer ausgehend die östliche Dachfläche durchstoßen wird. Die dazugehörige Rauchhaube in der Schürkammer wurde bereits im Dezember 2018 gemauert.

das voll eingerüstete Badhaus, noch mit grüner Plastikplane auf dem Dach

29.5.19 Das Badhaus mittlerweile mit vollständigem Dachaufbau.

Dachwerk aus Dachbalken, Ständern und Kopfstreben. Das Dach selbst ist noch mit einer gr+nen Plastik-Plane abgedeckt

29.5.19 Blick in den nördlichen Teil des Dachraums der bereits 1540 nach einem Brand erneuert wurde.

mit neuen Brettern gesicherte, bauzeitliche Wandscheibe (ausgefüllte Fachwerkwand) in einem Dachraum, daneben Baustellenleitern und Werkzeug

29.5.19 Blick in den südlichen Teil des Dachraumes mit den bauzeitlichen Wandscheiben von 1450.

ein Bauhofmitarbeiter beim Lehmbewurf eines mit Haselnussruten abgeflochtenen Wandteil

27.5.19 Der Museumsmaurer Thomas Pelz beim Lehmbewurf auf das zuvor erstellte Flechtwerk in der Trennwand zwischen mittlerer und nördlicher Gebäudezone.

Detailaufnahme des Lehmbewurfs zum Vergleich alt - neu

27.5.19 Der neue Lehmbewurf wurde an die original erhaltenen Wandbereiche angepasst.

Lehmbau

Mittlerweile vollständig aufgeschlagen ist das Dachwerk des Badhauses, wobei die endgültige Fertigstellung von der Reparatur und passgenauen Ausrichtung der konstruktiven Holzbauteile wie den Stuhlsäulen, Kehlbalken und Sparren abhängig ist. Parallel haben die Lehmbauarbeiten im 1. Obergeschoss begonnen. Insbesondere in den rekonstruierten Fachwerkwänden folgt auf ein zuvor eingebrachtes Lehmflechtwerk aus Nadelholzstaken und Weidenruten ein beidseitiger Bewurf des selbst hergestellten Lehmstrohgemisches.

Strichskizze eines Giebels

Skizze vom Südgiebel mit den zwei Bohlenstuben im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss.

Drei Sparrenpaare neben dem Gerüstturm

11.4.19 Die ersten drei Sparrenpaare über der südlichen Gebäudezone.

Das auf allen Seiten eingerüstete Badhaus aus Wendelstein, ein Drittel des Dachwerks ist schon aufgestellt und mit einer Plastikplane bedeckt.

24.4.19 Ein Drittel des Dachwerkes ist bereits aufgeschlagen. Hier, in der südlichen Gebäudezone befindet sich auch die dritte Bohlenstube des Badhauses.

24.4.19 Blick in die bauzeitliche Dachgeschossbohlenstube. Zu sehen sind ein Teil der originalen Bohlen-Balkendecke sowie die vollständig erhaltene östliche Bohlenwand.

Dachwerk

Endlich, nach zwei Jahren Wiederaufbau bekommt das Badhaus wieder sein eigenes Dach. Seit der 15. Kalenderwoche wird das Gerüstschutzdach sukzessive zurückgebaut und zeitgleich mit dem Aufrichten des reparierten historischen Dachstuhls begonnen. Für die südliche Dachzone bedeutete dies, dass dort zunächst die originalen Wandscheiben der Dachgeschosswohnung einzustellen waren. Hierzu zählt auch die dritte Bohlenstube des Badhauses, von der sich noch die östliche Bohlenwand ungestört aus der Bauzeit erhalten hat und als Beleg für die Dachgeschossnutzung zu Wohnzwecken steht.

Heizleitungen im Sockelbereich eines Raums, Ansicht auf eine Ecke.

27.3.19 Heizleitungen im Erdgeschoss. Sie dienen insbesondere der Sockeltemperierung der Außenwandzonen

Haustechnische Einrichtungen

27.3.19 Die Regeleinrichtung der Heizleitungen ist später verdeckt hinter einer Tür im Flur untergebracht.

Erdgeschoss – Heizungsinstallation

Sanitärinstallationen beherrschen gegenwärtig das Baugeschehen im Erdgeschoss. Für die spätere Temperierung werden Heizleitungen insbesondere im Sockelbereich der Außenwände verlegt. Über sie wird eine ständige Bauteiltemperierung bewirkt, womit eine Kondensatbildung an den kühleren Außenwandzonen kontrolliert werden soll.

Eine perspektivische 3d-Darstellung eines Fachwerks mit größtenteils offenen Gefachen

3-d Darstellung der Raumsituation in der nördlichen Hauszone. Darstellung Büro Wirsching & Madinger, 2019

Ein detailreicher Grundrissplan des Badhauses

Grundrissplan – 1. Obergeschoss. Mit der Wiederherstellung einer weiteren Küche und einer Abseitenstube (rotes Feld) entspricht die Raumanordnung in der nördlichen Hauszone exakt den Gegebenheiten der südlichen Hauszone. Darstellung Büro Wirsching & Madinger, 2017.

Eine aufgebaute Fachwerkwand aus frischen Holzbalken

27.3.19 Bereits gut zu erkennen ist die Raumanordnung in der nördlichen Hauszone. Sie entspricht ziemlich genau der Abfolge von Bohlenstube, Küche und Abseitenstube wie sie sich in der südlichen Gebäudezone noch aus der Bauzeit erhalten hat.

Erstes Obergeschoss – Nördliche Hauszone

Die Rekonstruktion der Raumanordnung in der nördlichen Hauszone entspricht im Wesentlichen der Abfolge von Bohlenstube, Küche und Abseitenstube wie sie für die südliche Gebäudezone noch im bauzeitlichen Bestand erhalten geblieben ist. Offensichtlich hat es eine Spiegelung bei der Flächennutzung zwischen Nord- und Südhälfte im Badhausobergeschoss gegeben.

Mit der Rekonstruktion der nördlichen Hauszone sind zugleich die großen Zimmererarbeiten im Obergeschoss zum Abschluss gekommen. Die Kehlbalkenlage zum Dachgeschoss wurde bereits im Februar aufgelegt.

Bohlen-Balkendecke aus dunklem Holz oberhalb einer vertäfelten Stube

6.2.19 Die Bohlen-Balkendecke über der Stube im südöstlichen Hauseck wurde als Ganzes Teil ungestört geborgen und ist jetzt wieder in ihre alte Position gebracht.

Deckenausfachung vom originalen Haus aus Lehm in Balkenlage eingepasst

6.2.19 Auch die als Ganzteil mitgenommene Decke in der Küche neben der südöstlichen Bohlenstube des 1. Obergeschosses befindet sich wieder an ihrem alten Platz.

Zahlreiche, massive Balken in Reihe, darüber ein Notdach

6.2.19 Ein Blick nach Norden auf die mittlerweile aufgelegte Kehlbalkenlage über dem ersten Obergeschoss

12.2.19 Der mit Backsteinen gemauerte Ofenkörper für die Heißwasserbereitung in der Schürkammer ist mittlerweile fertiggestellt. Mit einem Innendurchmesser von 1,2 Metern nimmt er später einen entsprechend großen circa 600 Liter fassenden Kupferkessel auf.

Obergeschossdecke

Im Wesentlichen sind mit dem Auflegen der Kehlbalkenlage die wichtigsten Rohbauleistungen der Zimmerer für das erste Obergeschoss zum Abschluss gekommen. Im Bereich der südöstlichen Bohlenstube zusammen mit der angrenzenden Küche konnten Deckenelemente als Ganzteile versetzt werden. Die weiteren Zimmererarbeiten in der ersten Jahreshälfte 2019 beziehen sich auf die Errichtung der Dachsparren inklusive der für die zweite Dachgeschossebene geborgenen Wandscheiben sowie der erforderlichen Stuhlkonstruktion. Das Kassettendach des Schutzgerüstes wird im Zuge dieser Arbeiten sukzessive zurückgebaut.

Erdgeschoss – Schürkammer

Die Schürkammer im Erdgeschoss ist mit den Mauerarbeiten am Ofenkörper für den Kupferkessel weitgehend zum Abschluss gekommen. In ihm werden zukünftig 600 Liter heißes Wasser für die Wannenbäder bereitet.

19.10.18 Die Rauchhaube in der Schürkammer wurde mit flachliegenden Backsteinen gemauert. Damit die Backsteinflächen der Haube später nicht einstürzen waren zusätzliche Bandeisen notwendig, um ihnen auf diese Weise den notwendigen Halt zu bieten.

3.12.18 Ansicht von unten auf die mit Backsteinen gemauerte und mittlerweile verputzte Rauchhaube in der Schürkammer mit den in der Neigung der Haube verlaufenden Bandeisen für die es historische Belege gibt. Hinter der Haube und rechts daneben befinden sich die zwei ergänzenden Backsteinhauben.

Die Skizze gibt den Grundriss des Schürraumes sowie in Teilen die Position der angrenzenden Räume wieder wozu der Flur, die Badstube mit dem großen Schwitzofen, sowie der Umkleideraum zählen, welcher letztere in den Archivalien auch als Abziehstube benannt ist. Die roten Linien markieren die große Rauchhaube über dem Wasserkessel (grüner Kreis) und die ergänzenden zwei Funkenhauben.

22.11.18 Der große Schwitzofen in der Badstube ist mittlerweile verputzt.

22.11.18 Im Ofenraum sind bereits die Badsteine aufgeschichtet. Sie werden später zur optimalen Dampferzeugung im Schwitzbad mit viel Wasser übergossen.

Winterbaustelle

Arbeiten am Dachwerk

Gegenwärtig werden alle relevanten Tragwerksteile für das Errichten des Dachwerkes, worunter im Wesentlichen die Sparren und Kehlbalken zu verstehen sind, in der Abbundhalle der ausführenden Zimmerei Lederer in Flachslanden repariert oder durch neue Bauteile ergänzt. Zimmererarbeiten auf der Baustelle selbst finden gegenwärtig nicht statt.

Erdgeschoss als Winterbaustelle

Das Erdgeschoss wurde als Winterbaustelle eingerichtet indem alle Öffnungen nach außen abgedichtet wurden, um dort bis zum Frühjahr alle erforderlichen Arbeiten frostfrei fortführen zu können.

Arbeiten an den Rauchhauben im Schürraum

Der Schürraum war zur Bauzeit 1450 sicherlich das was man heute in einem modernen Badebetrieb als Technikzentrale bezeichnet. Über ihn wurde heißes Wasser in einem großen Kessel bereitgestellt, der große Schwitzofen in der Badstube geschürt, auf einem Herdblock gekocht und mit einem weiteren Ofen die Umkleidestube beheizt. Insgesamt also vier Feuerstellen in einem recht engen Raum von gerade einmal zehn Quadratmeter Grundfläche aber mit einem hohen Anfall an Rauchgasen. Abgeführt wurden die Rauchgase über eine mit Backsteinen gemauerte Rauchhaube in einen Kamin. Die gemauerte Rauchhaube befindet sich direkt über dem großen Wasserkessel und überspannt circa 1/3 der Raumfläche. Um aber den Rauch von allen vier Feuerstellen gezielt über den Kamin abzuleiten, waren hierzu noch zwei ergänzende ebenfalls gemauerte Überwölbungen erforderlich. Die Rauchhaube inklusive der zwei begleitenden Überwölbungen ist mittlerweile fertiggestellt.

Zimmermänner sägen mit einer Schrotsäge Balken zu Brettern. Dabei stehen zwei Zimmerer unterhalb eines Gerüsts, auf dem der Balken aufliegt, ein Zimmerer steht oben.

8.6.18 Schweißtreibend war die Herstellung der Bohlen für die Rekonstruktion der zwei Stuben im ersten Obergeschoss des Badhauses. Insgesamt wurden 92 laufende Meter Bohlen mit einer Schrotsäge aufgetrennt, wobei jeweils ein Mann auf dem Gerüstbock stehend die Schrotsäge führt während zugleich zwei Mann von unten ziehen!

Eine im ersten Obergeschoss eingebaute Bohlenstube aus unbehandelten Pfostenständern und acht Bohlen in der Höhe, außerdem eine Türen

10.10.18 Wie ein hölzerner Kasten wirkt die Bohlenstube im nordöstlichen Gebäudebereich im ersten Obergeschoss. Noch fehlen die Anschlusswände zu den benachbarten Räumen. Um eine bessere Winddichtigkeit zu erzielen sind die horizontalen Fugen zwischen den Bohlen mit Moos ausgestopft.

Eine im ersten Obergeschoss eingebaute Bohlenstube aus unbehandelten Pfostenständern und acht Bohlen in der Höhe. Zwei Seiten sind zu sehen, in beiden ist je ein Türstürz freigelassen worden.

10.10.18 Die Bohlenstube des Baders im südöstlichen Gebäudebereich. Der Blick vom Flur durch die Türöffnung in die Stube gewährt eine Sicht auf einen der noch original erhaltenen Wandabschnitte.

Mehrere Balken und Säulen auf und neben einander, die gerade verbunden werden. Entsprechendes Baustellenmaterial und Werkzeuge liegen bereit.

10.10.18 Ein scheinbares Durcheinander von Gerüsthölzern, Deckenbalken und Wechselbalken zeichnen die gegenwärtigen Vorbereitungen zur Erstellung der Rauchhaube in der Schürkammer im Erdgeschoss aus.

Zwei massive Holzsäulen auf Steinsockel, die Deckenbalken tragen, dazwischen ein Baugerüst. Außerdem Werkzeug und Material zum Befestigen der Säulen.

26.9.18 Mit dem Aufstellen der beiden mächtigen Stuhlsäulen in der Badstube sind die Zimmererarbeiten in diesem Bereich vorerst zum Abschluss gekommen.

Eine Wand mit Lehmputzoberfläche mit unruhiger, unebener Gestaltung

1.10.18 Der rekonstruierte Verputz in der Badstube. Im Streiflicht wird die Putzstruktur besonders deutlich und kommt den original erhaltenen Flächen erstaunlich nahe.

Die Stuben im Obergeschoss

Wie hölzerne Kästen wirken die mittlerweile fertiggestellten zwei Bohlenstuben des ersten Obergeschosses. Von der Bohlenstube in der südlichen Gebäudezone waren noch zwei Wandabschnitte aus der Bauzeit erhalten. Die übrigen Wände sind rekonstruiert. Die im nordöstlichen Gebäudeeck angeordnete Bohlenstube hingegen ist anhand von Bauspuren vollständig nachgebaut. An den originalen Bohlen der ersten südlichen Stube sind Spuren zu erkennen, die auf eine Fertigung mit einer handgeführten Schrotsäge hinweisen. Für den Nachbau bedeutet dieser Befund, dass die neuen Bohlen, um dem historischen Vorbild möglichst zu entsprechen, von unseren Museumshandwerkern ebenfalls von Hand aufzusägen waren. Insgesamt kamen auf diese Weise 92 laufende Meter handgesägter Bohlen in schweißtreibender Arbeit zustande. Während des Aufeinanderfügens der Bohlen durch die Zimmerleute werden die horizontal verlaufenden Fugen zuvor mit Moos ausgestopft. Mit dem Moos wird eine bessere Winddichtigkeit erzielt. Moos als historisches Dämmmaterial ist für das Badhaus belegt.

Arbeiten im Erdgeschoss

Parallel zu den Zimmererarbeiten im Obergeschoss nehmen die Arbeiten in der Badstube und der Schürkammer im Erdgeschoss ihren Fortgang. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für die große Rauchhaube in der Schürkammer. Bereits zum Abschluss gekommen ist der Innenputz an den Außenwänden der Badstube. Die rekonstruierten Putzflächen zeichnen sich dabei durch eine hohe Übereinstimmung mit den erhaltenen bauzeitlichen Putzflächen aus. Erstmals konnte hierzu der im April dieses Jahres im museumseigenen Kalkofen produzierte Kalk zum Einsatz kommen. Auch die mächtigen Holzsäulen mit ihren Sattelhölzern innerhalb der Badstube sind aufgerichtet und stützen jetzt die von Nord nach Süd verlaufenden Unterzüge. An ihrer Basis sind sie auf passende Sandsteinquader gestellt.

Fotoaufnahme eines Details aus einem Tafelbild von Hans Wertinger. Das Gemälde zeigt ein gut besuchtes  Badhaus. Links im Hintergrund ist ein Schwitzofen zu sehen, der dem nachgebauten im Freilandmuseum ähnelt.

Im Hintergrund links in der Darstellung von Hans Wertinger auf einem Tafelbild von 1516 im Germanischen Nationalmuseum, ist ein ähnlicher Schwitzofen zu sehen, wie der von uns mittlerweile nachgebaute Ofen.

Fotoaufnahme des Schwitzofens. Der obere Teil des Ofens fehlt noch, der sichtbare untere Teil besteht aus Sandsteinquadern. Im Brennraum arbeitet gerade ein Mann. Vor dem Bruchsteinmauerwerk im Hintergrund, steht eine Mauer aus Ziegelsteinen, die die hintere Ofenwand bildet.

31.7.18 Schwitzofen. Der eigentliche Brennraum des Schwitzofens ist mit offenen Backsteinrippen überwölbt. Auf ihnen liegen später jene Badesteine, die durch das Feuer unter ihnen stark erhitzt werden. Mit kaltem Wasser übergossen bilden sie viel heißen Dampf zum Schwitzen oder sie werden genommen, um das Wasser in den Wannen zu erwärmen.

Fotoaufnahme des Schwitzofens in der Ecke. Der untere Teil des Ofens besteht aus Sandsteinquadern, der obere Teil ist etwa zur Hälfte mit Ziegelsteinen rekonstruiert worden, die andere Hälfte fehlt noch. Er weist an beiden Seite je eine rundbogige Öffnung auf.

13.8.18 Schwitzofen. Über die beiden rundbogigen Öffnungen wird später von der Badstube aus Wasser auf die erhitzten Badsteine gegossen, welche über dem Rippengewölbe des Brennraumes aufgeschichtet liegen. Während der Anheizphase des Ofens sind die Öffnungen mit Klappen geschlossen, damit kein Rauch in die Badstube gelangen kann. Der Rauch zieht über eine kleine Öffnung in der Wand zurück in die Schürkammer.

Fotoaufnahme des fertigen Schwitzofens in einer Ecke der Badstube. Der untere Teil besteht aus Sandsteinquadern, der obere wurde mit Ziegelsteinen rekonstruiert. An den beiden sichtbaren Seiten ist je eine rundbogige Öffnung im Ziegelmauerwerk erkennbar.

28.8.18 Schwitzofen. Der fertige Bau zeigt die Größe und Dominanz des Schwitzofens innerhalb der Badstube.

Arbeiten am Herzstück der Badstube

Das Zentrum eines spätmittelalterlichen Badhauses war mit Sicherheit die Schürkammer, was im Falle des Wendelsteiner Badhauses nicht anders war. So befindet sich die Schürkammer unmittelbar neben der Badstube im Erdgeschoss. Von dort aus war das eigentliche Herzstück des frühen Badewesens zu bedienen, der große Schwitzofen, welcher mittlerweile von unseren Museumsmaurern in den vergangenen Wochen vollständig rekonstruiert werden konnte.

Fotoaufnahme der aufgestellten östlichen Fachwerktraufwand. Die Hohlräume zwischen den Holzbalken sind noch nicht ausgefüllt. In der Türöffnung steht ein Arbeiter, er hält einen Spanngurt in der Hand, der um die Türschwelle gewickelt ist. Im Hintergrund ist das Gerüst erkennbar.

31.8.18 Die östliche Fachwerktraufenwand nach ihrer Aufstellung. Der Mitarbeiter der ausführenden Firma Lederer, Sascha Trossmann, steht in der Türöffnung über die später die mittlere Hauszone betreten wird.

Abbildung des Plans der Traufwand im ersten Obergeschoss. Gezeigt wird die Außenansicht der Wand ohne das Dach. Die Fenster und Türen sind eingezeichnet, zudem wurden die einzelnen Bauteile benannt und Abstände festgehalten.

Plan der Traufwand im ersten Obergeschoss

Arbeiten im OG

Nach dem alle originalen Wandscheiben im 1. Obergeschoss positioniert sind stehen dort als nächstes die Rekonstruktionen der noch fehlenden Bauteile an. Als erstes wurde die östliche Traufenwand wieder hergestellt mit ihren drei Zugängen und den zwei Bohlenwandabschnitten der nordöstlich und südöstlich angeordneten Bohlenstuben. Die Traufenwand wird später über eine Altane erreicht wofür die auskragenden Balken der Erdgeschossdecke vorgesehen sind.

Fotoaufnahme des Grundrissplans vom Obergeschoss, erstellt von der Firma Wirsching und Madinger. In verschiedenen Farben werden die aus der Bauzeit erhaltenen Wände bzw. die rekonstruierten Wandabschnitte dargestellt, wobei die originalen Bauteile überwiegen.

Grundriss vom Obergeschoss. Dunkelgrau = aus der Bauzeit von 1450 erhaltene Wände. Rot = zu rekonstruierende Wandabschnitte.

Fotoaufnahme der Versetzung einer Obergeschosswand mit Hilfe eines Schwerlastkrans. Der Kran hebt die verschalte Wand durch eine temporäre Öffnung des Schutzdaches. An die Unterseite des Bauteils ist ein Seil gebunden, mit dem ein Arbeiter im Inneren die Wand durch die Öffnung führt.

13.6.18 Über eine temporäre Öffnung des Schutzdaches werden die Obergeschosswände mit Hilfe eines Schwerlastkranes versetzt. Hier die Außenwand des Ostgiebels.

Fotoaufnahme der ersten drei aufgestellten Wände im Inneren des Obergeschosses. Die verschalten Wände des ehemaligen Küchenraums werden teilweise mit Metallstreben gesichert. Im Küchenraum steht eine Leiter. Im Hintergrund ist das Gerüst mit dem Kassettendach erkennbar.

13.6.18 Die ersten drei aufgestellten Wände. Die Außenwand vom Südgiebel und zwei Innenwände bilden den ehemaligen Küchenraum des Baders dessen vierte Wand, die Flurwand, hier noch fehlt.

Fotoaufnahme der bereits aufgestellten Originalwände des ersten Obergeschosses. Das Foto wurde von einem erhöhten Standpunkt aufgenommen. Die Wände mit Verschalung werden von Metallstreben gesichert. Darüber sind das Kassettendach und das Gerüst erkennbar.

18.6.18 Ein Blick von der obersten Gerüstebene des Schutzdaches auf alle bereits aufgestellten Originalwände des ersten Obergeschosses.

Aufgestellt

Die Fachwerkganzteile des Obergeschosses sind mittlerweile versetzt. Insgesamt handelt es sich um acht Ganzteile. Sie umfassen einen Wandabschnitt des Südgiebels als einzige erhaltene Außenwand des Obergeschosses und sieben Innenwände. Insgesamt ist damit der vollständige bauzeitliche Bestand an Obergeschosswänden repräsentiert die sich seit 1450 erhalten haben und von uns 2012 als ganze Wandscheiben geborgen werden konnten. Alle weiteren bauzeitlichen Wände des Obergeschosses haben bereits gefehlt oder waren durch jüngere Wände im Laufe der Geschichte des Badhauses ausgetauscht worden. Entsprechend ihrer Zugehörigkeit zum Baukörper, sind die fehlenden bauzeitlichen Wandabschnitte als Fachwerkwände in den kommenden Wochen zu rekonstruieren.

Fotoaufnahme der Erdgeschossbalkenlage auf ihrer endgültigen Position. Das Foto wurde von einem erhöhten Standpunkt aufgenommen. Am Großteil der Holzbalken wurden Reparaturen mit Nadelholz oder Stahlträger vorgenommen. Dahinter ist das mit Planen verhangene Gerüst erkennbar.

22.5.18 Die Erdgeschossbalkenlage hat mittlerweile wieder ihre ursprüngliche Position eingenommen.

Fotoaufnahme der auf dem Sandsteinmauerwerk liegenden Holzbalken. Diese wurden mit Mörtel, Bruchsteinen und Ziegelresten untermauert. Der Holzbalken wurde an zwei Stellen mit frischem Nadelholz repariert. Im Hintergrund ist das teilweise mit Planen verhangene Gerüst erkennbar.

6.6.18 Nach ihrer endgültigen Ausrichtung waren die auf der Mauer liegenden Hölzer noch mit Mörtel, Bruchsteinen oder Ziegelresten zu untermauern.

Fotoaufnahme der hölzernen Schaltafeln, die als Arbeitsebene für den weiteren Aufbau des Obergeschosses auf der Erdgeschossbalkenlage ausgelegt wurden. Die Schaltafeln bedecken den Großteil des Bodens, lediglich am rechten Rand sind die Holzbalken noch erkennbar.

6.6.18 Nur für kurze Zeit war die Erdgeschossbalkenlage vollständig zu sehen, bevor sie mit Schaltafeln als Arbeitsebene für den weiteren Aufbau des Obergeschosses belegt wurde.

Fotoaufnahme einer rekonstruierten Stütze im zukünftigen Vorbad des Badhauses. Die Holzstütze steht auf einem gegossenen Betonquader und stützt einen der hölzernen Unterzüge des Erdgeschosses. Dahinter steht ein Gerüst, welches bis zu den Holzbalken der Decke reicht.

6.6.18 Eine der drei Stützen im Erdgeschoss, hier im zukünftigen Vorbad. Die bauzeitlichen Stützen waren wie auch die Unterzüge nicht mehr erhalten, so dass es sich um vollständige Rekonstruktionen handelt. Am oberen Ende zeigen die Stützen eine gabelartige Ausnehmung in welcher ein Sattelholz sowie der Unterzug eingespannt sind

Aufgelegt

Mittlerweile liegen die Deckenbalken wieder an ihrer alten Position auf den massiven Erdgeschossaußenwänden. Ein temporärer Belag aus mehrschichtverleimten Schaltafeln ermöglicht die notwendigen Arbeiten am Fachwerkobergeschoss. Sie bieten zugleich eine Absturzsicherung und einen Schutz für die Deckenbalken. Auch die weiteren Arbeitsschritte im Erdgeschoss können dadurch unabhängig von der Errichtung des Fachwerkobergeschosses fortgesetzt werden.

7.5.18 Das Einbringen der Deckenbauteile, hier einer der Unterzüge für die Badstube, erfolgt mit Hilfe eines Teleskopladers seitlich durch das Gerüst des Schutzdaches.

7.5.18 Das Einbringen der Deckenbauteile, hier einer der Unterzüge für die Badstube, erfolgt mit Hilfe eines Teleskopladers seitlich durch das Gerüst des Schutzdaches.

7.5.18 Die zwei Unterzüge der Badstube in ihrer endgültigen Position. Die unterstützenden Säulen in der Mitte der Unterzüge folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Die statisch notwendigen aussteifenden Stahl-T-Träger in den Unterzügen sind, nach Fertigstellung des gesamten Deckenpaketes, nicht mehr zu sehen.

7.5.18 Die zwei Unterzüge der Badstube in ihrer endgültigen Position. Die unterstützenden Säulen in der Mitte der Unterzüge folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Die statisch notwendigen aussteifenden Stahl-T-Träger in den Unterzügen sind, nach Fertigstellung des gesamten Deckenpaketes, nicht mehr zu sehen.

7.5.18 Einer der Unterzüge in der Badstube mit den bereits hinzugefügten seitlichen Phasen und ihren abschließenden Schiffskehlen als typisches Gestaltungselement der Gotik.

7.5.18 Einer der Unterzüge in der Badstube mit den bereits hinzugefügten seitlichen Phasen und ihren abschließenden Schiffskehlen als typisches Gestaltungselement der Gotik.

7.5.18 Auch die zum Teil noch original erhaltenen Mauerlatten von 1450 auf der westlichen Mauerkrone sind bereits positioniert. Zu sehen sind die sogenannten Kämme als Sitz für die entsprechende Ausnehmung an den Deckenbalken.

7.5.18 Auch die zum Teil noch original erhaltenen Mauerlatten von 1450 auf der westlichen Mauerkrone sind bereits positioniert. Zu sehen sind die sogenannten Kämme als Sitz für die entsprechende Ausnehmung an den Deckenbalken.

8.5.18. Einer der Unterzüge über der Schürkammer (vorne) und der Trennwand vom Umkleideraum zur Flurzone.

8.5.18. Einer der Unterzüge über der Schürkammer (vorne) und der Trennwand vom Umkleideraum zur Flurzone.

Viel Fingerspitzengefühl

Das Einbringen der Deckenbalkenlage inklusive ihrer mächtigen Unterzüge auf die Mauern des Erdgeschossrohbaus erfolgt von der Seite durch das Gerüst des Kassettendaches und erfordert aufgrund der engen Gerüstdurchlässe ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl. Nicht allein wegen der großen Dimension der Deckenbalken von 11,4 m Länge und einem Querschnitt von 27 x 22 cm ist das Einfädeln durch das Gerüst eine Herausforderung, sondern auch wegen der aus statischen Gründen eingebrachten Stahl-T-Träger in den Deckenbalken und Unterzügen, aufgrund dessen sich das Gewicht eines einzelnen Balkens zwischen 700 bis 800 kg quasi verdoppelt hat.

Fotoaufnahme vom Aufstellen des Schutzdaches. Das große Dach wurde mit Hilfe eines Schwerlastkrans auf den Erdgeschossrohbau gestellt. Das Badhaus ist von einem Gerüst umgeben, auf dem Arbeiter stehen. Rechts befindet sich der Kran, davor liegt schneebedecktes Baumaterial.

19.3.2018 Mit Hilfe eines Schwerlastkranes wurde das große Schutzdach über den Erdgeschossrohbau gestellt, der zu dem Zeitpunkt noch durch das Winterdach mit grüner Plane geschützt war.

Fotoaufnahme des fertiggestellten Kassettendachs. Das Badhaus ist von einem überdachten Gerüst umgeben, die Seiten sind mit Planen verhangen. Auf der unteren Gerüstebene stehen einige Wassertanks. Links im Bild ist der Teil eines Dixi erkennbar, rechts der Teil eines LKWs.

28.3.18 Nach Fertigstellung des Kassettendaches wird als nächstes das Winterschutzdach mit der grünen Plane wie vorgesehen abgebaut, um anschließend die Deckenbalkenlage auf die Erdgeschossmauern aufzulegen. Wassertanks auf der unteren Gerüstebene dienen zur Ballastierung der Schutzeinhausung.

Fotoaufnahme der Abbundhalle der Firma Lederer. In dieser wurde die bauzeitliche Balkenlage des Erdgeschosses sortiert und der Reihe nach auf dem Boden ausgelegt. Einige Holzbalken sind beschädigt. Das Tor der Halle ist geöffnet, an den Wänden befinden sich Regale und Baumaterialien.

19.9.2017 Schon im September 2017 hat die aufwendige Reparatur der Erdgeschossbalkenlage ihren Anfang genommen, welche in der Abbundhalle der Fa. Lederer in Flachslanden entsprechend ihrer ursprünglichen Reihenfolge am Bauwerk ausgelegt waren. Dort wurden zunächst für jeden einzelnen Balken die notwendigen Reparaturen festgelegt.

Fotoaufnahme der Reparaturen an den Erdgeschossdeckenbalken. Die Balken liegen sortiert in der Abbundhalle der Firma Lederer. Die Schäden an den vorderen drei Balken wurden bereits mit frischen Nadelhölzern repariert.

Die mit großer handwerklicher Präzision ausgeführten Reparaturen an den Erdgeschossdeckenbalken erfolgen mit zuvor exakt auf das Maß der Originalbalken bebeielten frischen Nadelhölzern. Um die Tragfähigkeit der ergänzten Deckenbalken auch über die Reparaturstellen hinaus zu gewährleisten, sind zusätzlich Stahlschienen im Holz eingelassen. Von ihnen wird später kaum etwas zu sehen sein.

Fotoaufnahme der Reparaturen an den Erdgeschossdeckenbalken in der Abbundhalle der Firma Lederer. Im Vordergrund liegen zwei Balken auf Holzböcken. Die Schäden daran wurden bereits mit frischem Nadelholz repariert. Links dahinter liegen weitere Balken, rechts stehen drei Männer.

Reparaturen an den Erdgeschossdeckenbalken

Beginn der Bausaison 2018

Das Winterschutzdach mit der grünen Plane wird wieder abgebaut. Stattdessen erhält die Baustelle für die kommende Saison einen erweiterten Schutz in Form eines Kassettendaches unter dem die nächsten Wiederaufbauaktionen, insbesondere am Fachwerkobergeschoss, wetterunabhängig möglich sind. Das Schutzdach bleibt so lange bestehen bis das Badhaus sich mit seinem eigenen Dach schützen kann.

Das Auflegen der mittlerweile reparierten Deckenbalkenlage auf das massive Erdgeschoss wurde nicht wie ursprünglich geplant noch vor der Winterpause ausgeführt, sondern soll erst in den kommenden Wochen unter dem Schutz des neuen Kassettendaches erfolgen.

 

Fotoaufnahme der Nordfassade mit zwei Fensteröffnungen. Das fehlende Mauerwerk wird um die zukünftigen Fensteröffnungen rekonstruierend aufgemauert. Neben den Fensteröffnungen befinden sich Kästen, die die Position der später einzusetzenden Sandsteingewände markieren.

18.9.2017 Nordfassade. Blickrichtung Süd. Das fehlende Mauerwerk wird um die zukünftigen Fensteröffnungen rekonstruierend aufgemauert. Die gelben Kästen stellen die Positionen der später einzusetzenden Sandsteinge-wände dar. Zu sehen sind zwei der drei Fensteröffnungen auf der Nordseite.

Fotoaufnahme der Türöffnung zwischen Flur und Badstube. Ein gemauerter Korbbogen ist in das Steinmauerwerk eingebettet. Rechts neben der Tür steht eine steinerne Wanne. Im Raum dahinter ist eine Treppe aus Sandsteinquadern erkennbar, auf der eine Kabeltrommel steht.

20.10.2017 Durch einen rundbogigen Türabschluss aus steinmetzgerecht bearbeiteten Sandsteinquadern gelangt man vom Flur in die Badstube. Die Quader für den Rundbogen waren nicht mehr vorhanden und mussten nachgefertigt werden. Hier: Ansicht Richtung Süd von der Badstubenseite mit gemauertem Korbbogen.

Fotoaufnahme einer fertiggestellten Tür im Badhaus. Das Foto wurde im Flur aufgenommen. Gezeigt wird der runde Torbogen aus Sandsteinquadern, eingebettet in das Steinmauerwerk. Im Raum dahinter sind aufgestellte Holzbalken und Metallstreben erkennbar.

20.10.2017 Ansicht Richtung Nord vom Flur.

Fotoaufnahme der drei Sandsteinstufen, die vom Flur in die tieferliegende Schürkammer führen. Die Stufen befinden sich an der Mauer aus Sandsteinquadern und wurden mit Ziegelsteinen untermauert. Im Hintergrund ist eine weitere Mauer erkennbar, aus der zwei Rohre führen.

24.10.2017 Drei Stufen führen vom Flur hinab in die tieferliegende Schürkammer. Es handelt sich dabei um die ursprünglichen Sandsteinstufen.

Fotoaufnahme der rekonstruierten Treppe zur Badstube. Die Stufen bestehen aus Sandstein und wurden teilweise mit Ziegelsteinen untermauert. Links befindet sich ein Mauerwerk aus Sandsteinquadern und Ziegeln. Davor steht eine Kabeltrommel, deren Kabel über die Treppe führt.

24.10.2017 Blickrichtung nach Süden. Über eine vierstufige Treppenanlage in der Flurzone gelangt man zukünftig in die tieferliegende Badstube. Hierbei handelt es sich um eine Rekonstruktion. Die originalen Sandsteinstufen waren nicht mehr vorhanden.

Fotoaufnahme des provisorischen Winterdachs, welches den fertiggestellten Erdgeschossrohbau gegen direkte Bewetterung schützen soll. Der Rohbau ist zudem von einem Gerüst umgeben. Im Hintergrund sind der Teil des Schwerlastkrans und eine kahle Baumreihe erkennbar.

8.11.2017 Ein provisorisches Winterdach soll den fertiggestellten Erdgeschossrohbau gegen direkte Bewetterung schützen.

Fotoaufnahme der Nordfassade nach Einbau der Fenstergewände. Im Fokus steht ein Fenster mit einem Sandsteinmittelsteg, An der linken und rechten Seite wird das Fenster jeweils von einem Sandsteinquader abgeschlossen. An dem Sandsteinmauerwerk steht ein Gerüst.

8.11.2017 Nordfassade nach Einbau der Fenstergewände. Als Beispiel das westliche Fenster als einziges mit einem Sandsteinmittelsteg. Noch deutlich voneinander zu unter-scheiden, sind die Profilierungsreste an den originalen Sei-tensteinen von den als Vierungen eingesetzten Rekonstrukti-onen. Eine Angleichung von Original und Rekonstruktion erfolgt mit geeigneten Steinersatzmassen zu einem späteren Zeitpunkt.

Fotoaufnahme eines Muschelkalkbeckens aus dem Museumsfundus. Das teilweise mit Moos bewachsene Becken befindet sich auf einer Steinplatte, es wurden Holzstücke untergelegt. Im Hintergrund ist ein Bruchsteinmauerwerk erkennbar.

10.11.2017 Ursprünglich befand sich in der Badstube ein Kaltwasserbecken aus Sandstein aus welchem sich die Badenden nach dem Schwitzbad mit kaltem Wasser abspritzen konnten. Die Archivalien geben hierzu eindeutige Auskünfte. Leider war das originale Becken nicht mehr vorhanden. Das abgebildete Muschelkalkbecken stammt aus dem Museumsfundus und könnte in etwa dem Original entsprechen.

Winterbaustelle

Das Auflegen der Erdgeschossbalkenlage wird gegen Ende November erfolgen. Ein Not- oder Winterdach sorgt aber jetzt schon für einen Schutz des historischen Mauerwerks gegen die Unbilden des Herbst- und Winterwetters. Zum Auflegen der reparierten Deckenbalken wird das Winterdach abschnittsweise geöffnet. 

Die Arbeiten in den letzten Wochen bestanden im Wesentlichen in der steinmetzgerechten Fertigstellung der zum Teil fehlenden Fenstersandsteingewände und Fensterbänke auf der Gebäudenordseite sowie der Rekonstruktion des Türdurchganges vom Flur in die Badstube, dessen runder Sandsteinbogen ebenfalls steinmetzgerecht wiederherzustellen war. Das Gleiche gilt für die vierstufige Treppenanlage in der Flurzone über die man später vom Eingang in die tieferliegende Badstube gelangt sowie einer dreistufigen Treppe in die zukünftige Schürkammer.

Foto mit altem Mauerwerk des Badhauses aus Wendelstein. Ein Teil davon hängt an einem Kran und wir an die Position gehoben.

1.9.2017 Die Innenwand (IW 4.2) als Trennwand zwischen dem zukünftigen Umkleideraum und der Schürkammer während des Versetzens in ihre ursprüngliche Position.

Fotoaufnahme des Einsetzens der Innenwand, die Badstube und Vorbad trennt. Auf das Mauerwerk aus Bruchstein und Ziegel wird mit einem Schwerlastkran das verschalte Wandstück gesetzt. Arbeiter am Boden helfen bei der Positionierung.

4.9.2017 Die Innenwand IW 4.4 trennt die westliche Zone der Badstube zum Vorbad.

Fotoaufnahme der beinahe abgeschlossenen Rohbauarbeiten am Erdgeschoss. Lediglich an der Vorderseite fehlt ein Teil der Mauer. Die Oberseite des Mauerwerks wurde mit einer Plane abgedeckt. Im Hintergrund sind ein Teil des Krans sowie eine Baumreihe erkennbar.

18.9.2017 Die Rohbauarbeiten am Erdgeschoss sind so gut wie abgeschlossen. Lediglich auf der Nordseite sind noch die Sandsteingewände von zwei Fenstern und die Lücken zwischen ihnen mit Bruchstein zu füllen.

Fotoaufnahme der Abbundhalle der Firma Lederer. In dieser wurde die bauzeitliche Balkenlage des Erdgeschosses sortiert und der Reihe nach auf dem Boden ausgelegt. Einige Holzbalken sind beschädigt. Das Tor der Halle ist geöffnet, an den Wänden befinden sich Regale und Baumaterialien.

Sortiert und der Reihe nach ausgelegt befindet sich die bauzeitliche Balkenlage des Erdgeschosses derzeit in der Abbundhalle der Zimmerei Lederer, um Ergänzungen und Reparaturen an ihnen zu definieren.

Abschluss der Rohbauphase

Mitte September wurden die letzten massiven Ganzteile des Erdgeschosses sicher in ihre alte Position gebracht und damit gewissermaßen der Abschluss der Rohbauphase eingeleitet. Die Fehlstellen zwischen den originalen Wandscheiben werden weiterhin sukzessive geschlossen. Darüber hinaus sind bis zum Winter noch die Fenstergewände als Steinmetzarbeiten zu erstellen sowie das Auflegen der ursprünglichen Balkenlage zum Obergeschoss auszuführen. Letztere werden gegenwärtig durch die Zimmerei Lederer aus Flachslanden vorbereitet.

Fotoaufnahme von der Positionierung des nordwestlichen Außenwandabschnitts. Mit einem Schwerlastkran wird ein verschaltes Mauerstück auf die Bruchsteinmauer des Erdgeschosses gesetzt. Mehrere Arbeiter am Boden helfen bei der Positionierung.

2.8.2017 Der nordwestliche Außenwandabschnitt war mit 20 Tonnen der wohl schwerste Brocken bei dem Versetzen der oberen Wandabschnitte des Erdgeschosses.

Fotoaufnahme der Positionierung der Wandscheiben. Die Hälfte der Wände des Erdgeschosses sind bereits an ihrem Platz. In eine Fehlstelle wird gerade ein weiteres verschaltes Bauteil auf das Bruchsteinmauerwerk gesetzt. Die stehenden Wände werden von Leitern und Stützpfosten gehalten.

3.8.2017 Gut die Hälfte der Wandscheiben sind positioniert. Die absolute Höhe des massiven Erdgeschosses ist bereits ersichtlich.

Fotoaufnahme der ergänzten Teilabschnitte. Im Fokus steht eine Ecke des Erdgeschosses. Auf der Oberseite des  Bruchsteinmauerwerks liegt eine Plane, daneben steht eine heruntergefahrene Hebebühne. Die Mauer auf der rechten Seite ist noch nicht vollständig.

22.8.2017 Bereits durch Bruchsteinmauerwerk ergänzt sind insbesondere jene Bereiche von denen keine Ganzteile mitgenommen werden konnten.

Fotoaufnahme der ausgepackten Ganzteile. Im Fokus steht eine bereits ausgepackte und zusammengefügte Ecke des Erdgeschosses. Rechts befindet sich ein Bauteil in Verschaltung. Zwischen dem ausgepackten und den verschalten Teil ist eine Fehlstelle.

22.8.2017 Nach und nach werden die gesetzten Ganzteile ausgepackt und in ihren Fehlstellen ergänzt oder von alten Zementputzresten befreit.

Beginn der 2. Rohbauphase

Weitere acht Ganzteile konnten in der 31. Kalenderwoche auf die vorbereiteten Grundmauern des massiven Erdgeschosses gestellt werden. Der Transport der Wandscheiben vom Bauteillager auf die Baustelle und ihr Versetzen mit Hilfe von Schwerlastkränen auf ihre endgültige Position hat zwei Tage in Anspruch genommen. Mit ihnen ist nunmehr die absolute Höhe des Erdgeschosses ersichtlich. Die nordwestliche Außenwandscheibe hatte mit insgesamt 20 Tonnen, das größte Gewicht bei dieser Aktion zu verzeichnen.

Sobald die Fehlstellen zwischen den einzelnen Wandscheiben mit Bruchsteinen ausgemauert und die drei ursprünglichen Fensteröffnungen in der Badstube an der nördlichen Außenwand wieder hergestellt sind, folgt das Setzen der noch verbliebenen Innenwandteile des Erdgeschosses.

Fotoaufnahme der Baugrube von einem erhöhten Standpunkt. Die Grundmauern stehen bereits, die Oberflächen der Bauteile wurden mit Planen verdeckt. In der Baugrube liegen Werkzeug, Steine und andere Materialien, einige Männer sind bei der Arbeit. Dahinter steht ein Kran.

17.7.2017 Fast fertiggestellt sind die Grundmauern und entsprechen mit ihren Maßen den eingemessenen Höhen am alten Standort. Auf ihnen werden in den kommenden Wochen insgesamt 14 große Wandscheiben positioniert.

Fotoaufnahme des wiederaufgebauten Ofens mit seiner äußeren Schale aus Sandsteinquadern. Der Ofen befindet sich in einer Ecke. Der untere Teil wurde mit Ziegelsteinen gemauert, darüber sind drei Reihen Sandstein erkennbar. Links daneben stehen zwei Wasserwagen und eine Thermoskanne.

Eine Gegenüberstellung. Neuer Standort: 17.07.2017, der Wiederaufbau des Ofens mit seiner äußeren Schale aus Sandsteinquadern. Die meisten von Ihnen entsprechen ihrer Position am alten Standort. Einige mussten durch neue Quader ersetzt werden, weil sie bereits bei der Bergung am alten Standort zerfallen sind.

Fotoaufnahme des unteren Abschnitts des Schwitzofens am alten Standort in Wendelstein. Der Ofen befindet sich in der Ecke, seine äußere Schale besteht aus drei Sandsteinquader-Reihen. Rechts lehnt eine Schaufel und der Boden ist mit dreckigem Wasser bedeckt.

Alter Standort: Das Foto vom 8.10.2012 zeigt den unteren Abschnitt des Schwitzofens noch am alten Standort in Wendelstein. Die innere Anlage des Ofens, der eigentliche Feuerungsraum, wird zu einem späteren Zeitpunkt erstellt.

Abschluss der 1. Rohbauphase

Fast fertiggestellt sind die Grundmauern des Badhauses, welche gewissermaßen die untere Hälfte des massiven Erdgeschossbaues darstellen. Auf diese Grundmauern werden in den kommenden Wochen ab dem 25.7. insgesamt 14 Ganzteile positioniert, welche mit Gewichten zwischen 6 bis 21 Tonnen aufwarten. Sie befinden sich derzeit noch im Bauteillager wo sie gerade für ihren Transport auf die Baustelle vorbereitet werden. Mit ihnen erreicht die zukünftige Badstube im Untergeschoss eine Wandhöhe von 4,20 Metern.

Die auf ihr ursprüngliches Höhenmaß vorbereiteten Grundmauern erlauben aber bereits jetzt einen ersten Eindruck über die spätere Raumaufteilung im Untergeschoss.

Auch der große Schwitzofen in der zukünftigen Badstube mit seinen ersten drei Steinlagen konnte bereits begonnen werden.

Fotoaufnahme der Baugrube von einem erhöhten Punkt aus. Im hinteren Teil des Erdgeschosses stehen bereits Mauern, links lehnt eine alte Holztür. In der Mitte steht ebenfalls ein Wandabschnitt, eine Leiter lehnt daran. Die Oberflächen der Wandabschnitte wurden mit Planen verdeckt.

19.6.17 Blickrichtung nach Süden. Auch das letzte Ganzteil der unteren Wandabschnitte des Erdgeschosses ist positioniert. Es handelt sich um einen Teil der Schürkammerwand zwischen Schürkammer und Badstube.

Fotoaufnahme der unteren Wandabschnitte der zukünftigen Badstube. Um das Eck der Baugrube führt eine Steinmauer. In der Grube liegen Sand- und Ziegelsteine auf Paletten und am Boden. Außerhalb der Grube sind Teile des Bauzaun und des Erdhügels erkennbar.

22.6.17 Blickrichtung nach Nordost auf die unteren Wandabschnitte in der zukünftigen Badstube.

Fotoaufnahme der letzten Steinreihe auf den unteren Wandabschnitten im Erdgeschoss. Diese besteht überwiegend aus großen Sandsteinquadern. Die Mauer darunter setzt sich aus Bruchsteinen und Ziegeln zusammen. Auf dem vordersten Stein steht ein Arbeiter mit Wasserwaage.

28.6.17 Blickrichtung nach Südost. Die letzte Steinreihe auf den unteren Wandabschnitten im Erdgeschoss besteht überwiegend aus großen Sandsteinquadern. Ihre Position entspricht exakt ihrer Lage am alten Standort in Wendelstein und bildet die Basis für die großen Ganzteile des oberen Wandabschnittes.

Fotoaufnahme des Bauteillagers für das Badhaus aus Wendelstein. Die massiven Wandscheiben mit Verschalung sind nebeneinander aufgereiht. Über dem rechten Teil liegt eine Plane. Im Hintergrund ist eine Baumreihe erkennbar.

28.6.17 Im Bauteillager warten die massiven Wandscheiben auf ihren Transport zur Baustelle. Bis dahin gilt es ihre Transportfähigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls der schwierigen Operation anzupassen.

Fotoaufnahme der Grundsteinlegung in der zukünftigen Schürkammer des Badhauses. Inmitten einer Ziegelmauer befindet sich ein Stück gemauerter Sandstein. Sechs Männer haben sich links und rechts davon für ein Foto positioniert. Außerhalb der Baugrube stehen weitere Personen.

29.6.17 Ein wichtiger Bestandteil bei der Errichtung eines Bauwerkes ist immer auch die Grundsteinlegung, die am 20.6.2017 in der zukünftigen Schürkammer des Badhauses zelebriert wurde.

Termingerecht

Wenn alles gut geht, können die großen Wandscheiben des Erdgeschosses bereits im Juli auf die gemauerten unteren Wandabschnitte versetzt werden. Geplant war die Versetzung der massiven Ganzteile erst für Anfang August. Bis dahin sind gegenwärtig noch alle Wandabschnitte des Erdgeschosses auf eine einheitliche Höhenlage zu mauern. Sie wird genau jenem Niveau entsprechen, das nach Abnahme der Ganzteile am Originalstandort zu sehen war und hier, am neuen Standort, den oberen Abschluss unseres ersten Bauabschnittes bildet. Diese obere Steinreihe ist mit römischen Ziffern bezeichnet. Jeder einzelne dieser Bausteine erhält wieder seine alte Position die er ursprünglich eingenommen hatte. Parallel dazu laufen im Bauteillager die Vorbereitungen für das Versetzen der Ganzteile. Nach einer Zwischenlagerung von fünf Jahren muss das Anhängesystem statisch neu überprüft und gegebenenfalls für einen weiteren Transport verstärkt werden.

Fotoaufnahme eines Schwerlastkrans zum Heben der schweren Wandscheiben. Der Kran steht auf der Baustelle, auf seiner Ladefläche liegt ein mit Holzbrettern ummanteltes Mauerstück. Daneben steht ein Arbeiter mit Schutzhelm, der die Ketten des Krans am Bauteil befestigt.

6.6.17 Das Heben der schweren Wandscheiben erfolgt mit Hilfe eines Schwerlastkranes. Den Transport vom Zwischenlager in der Nähe des Möbeldepots auf die Baustelle übernimmt ein Tieflader. Das Bild zeigt die Aufnahme der ersten Wandscheibe bereits auf der Baustelle.

Fotoaufnahme des Manövers mit dem ersten Ganzteil. Das Bauteil mit den Bretterwänden auf allen Seiten wird von einem Kran auf seine Position in der Außenwand gehoben. Ein Arbeiter mit Helm steht daneben und bringt es auf die richtige Stelle. Dahinter sind Baumkronen erkennbar.

6.6.17 Das erste Ganzteil wird langsam auf die vorbereitete Position innerhalb der zukünftigen nordöstlichen Außenwand der Badstube manövriert.

Fotoaufnahme zweier Mauerwerksteile mit Verschalung an ihrer endgültigen Position im Erdgeschoss. Um das linke Bauteil, welches noch am Kran befestigt ist, stehen mehrere Arbeiter mit Schutzhelmen. Hinter dem Bauzaun sind Bäume und ein Erdhügel erkennbar.

6.6.17 Beide Mauerwerksteile befinden sich nun an ihrer endgültigen Position im Erdgeschoss. Vor dem Ausschalen müssen Hohl- und Fehlstellen an ihrer Unterseite noch untermauert werden.

Fotoaufnahme zweier Wandteile nach dem Entfernen der Verschalung. Arbeiter mauern die Fehlstelle zwischen beiden Bauteilen mit passenden Bruchsteinen aus. In der Grube befinden sich verpackte Hochlochziegel und zwei Paletten mit Sandsteinquadern. Im Hintergrund stehen Bäume.

12.6.17 Die beiden Wandteile nach dem Entfernen der Verschalung für den Transport. Die Fehlstelle zwischen ihnen und an den Seiten werden sukzessive durch passende Bruchsteine ausgemauert.

Die ersten Ganzteile

Am Dienstag, den 6.6.2017, war es soweit. Die ersten Ganzteile konnten in ihre ursprüngliche Position im Erdgeschoss des Badhauses gestellt werden. Es handelt sich um zwei Mauerwerksteile, die sich am alten Standort auf der Gebäudewestseite befanden (siehe Giebelansicht unten). Der Bauablauf gestaltete sich wie folgt: Der für das Heben der beiden jeweils zehn Tonnen schweren Wandscheiben erforderliche Schwerlastkran nimmt diese zunächst im Bauteilzwischenlager in der Nähe des Möbeldepots auf und stellt sie dort in einen Tieflader für den Transport auf die Baustelle. Auf der Baustelle werden sie kurze Zeit später vom selben Baukran vom Tieflader auf die vorbereiteten Positionen gehoben.

Abbildung des Grundrissplans vom Badhaus aus Wendelstein. Gezeigt wird als Unterlage die mit römischen Ziffern nummerierte Steinlage des alten Standorts. Der Plan ist detailliert beschriftet. Die Bauteile werden mit Farben kenntlich gemacht. Die Legende dazu befindet sich rechts.

Der Grundrissplan des Badhauses zeigt als Unterlage jene mit römischen Ziffern nummerierte Steinlage, die am alten Standort nach dem Abtrennen der ganzen Wandscheiben zu sehen war. Bevor auch sie dort geborgen wurde, musste die exakte Position der einzelnen Steine eingemessen werden, um sie jetzt am neuen Standort wieder so hinzulegen, dass die später darauf zu stellenden Wandscheiben auch genau zusammenpassen.

Abbildung einer perspektivischen Darstellung des Badhauses. Gezeigt wird das Erdgeschoss des Hauses mit den verschiedenen Räumen. Diese und die Eingänge sind beschriftet. Auch an den Wänden und am Boden befinden sich Bezeichnungen.

Die perspektivische Darstellung mit Blickrichtung nach Nordosten zeigt das Erdgeschoss des Badhauses. Ein Zustand, wie er nach Abschluss der Baumeisterleistungen gegen Ende des Jahres zu sehen sein wird.

Fotoaufnahme des Aufbaus der ersten historischen Mauerabschnitte. Auf die Mauer aus Hochlochziegeln werden die historischen Sandsteinquader mit Hilfe eines Karns aufgesetzt. Mittig befindet sich eine Bautreppe. Vor der Baumreihe und dem Bauzaun im Hintergrund steht der Kran.

24.5.2017 Die ersten historischen Mauerabschnitte. Blickrichtung nach Süden. Da wo die Bautreppe in der Mitte zu sehen ist, wird sich zukünftig der Hauptzugang in die Badstube befinden.

Ein neuer Bauabschnitt – Der Beginn des Wiederaufbaus

Während alle bisher erbrachten Arbeiten ausschließlich der Gründung des Gebäudes in einem eher unsicheren Bauuntergrund geschuldet waren, hat ab dieser Woche (KW 21) der Aufbau mit den historischen Bauteilen begonnen. Zunächst werden alle als Einzelsteine geborgenen Bausteine entsprechend ihrer Position und Nummerierung mit römischen Ziffern auf die neuen Gebäudefundamente aufgelegt. Insbesondere hierzu ist die exakte Vorsortierung der historischen Bausteine im Bauteillager so wichtig. Auf diese Steinlage (siehe Grundriss) werden in einem weiteren Bauabschnitt, voraussichtlich im August, schließlich die ganzen Wandscheiben gestellt. Gemauert wird übrigens nicht, wie auf modernen Baustellen üblich, mit industriell gefertigten Mörteln sondern mit Kalkmörtel der auf der Baustelle selber hergestellt wird.

Fotoaufnahme der Betonbodenplatte mit umlaufender Aufkantung. Auf der Platte steht Werkzeug und drei Männer arbeiten darauf. In der linken Bildhälfte steht eine weitere Betonmauer. Im Hintergrund befinden sich vor einer Baumreihe ein Kran, Baumaterial, Container und ein Bauwagen.

6.5.17 Die umlaufende Aufkantung auf der Betonplatte, die später verhindern soll das Grundwasser ins Bauwerk gelangen kann, ist fertig. Die Betonmauer in der linken Bildhälfte dient einerseits beim Versetzen der Großteile als Widerlager für die Stützen des Schwerlastkranes und andererseits als Fundament für die Altane als Zugang ins Obergeschoss auf dieser Gebäudeseite.

Fotoaufnahme der Füllung der Baugrube mit Sand und Vormauerung mit Hochlochziegel. In der Grube stehen ein Mann mit kurzen Arbeitshosen und Strohhut sowie verpackte Steine und andere Utensilien. Vor dem Bauzaun im Hintergrund stapelt sich weiteres Baumaterial.

18.5.17 Sukzessive wird die restliche Baugrube mit Sand bis an die Oberkante des Bauumfeldes verfüllt. Die Aufkantung erhält von innen zusätzlich eine Vormauerung aus Hochlochziegeln. Die Betonstreifen auf der Bodenplatte entsprechen bereits der Position der Innenwände im Erdgeschoss und werden ebenfalls bis zur Unterkante der originalen Wandteile mit Hochlochziegeln aufgemauert. Sie sind später nicht sichtbar.

Fotoaufnahme der Sortierung der originalen Bauteile. Die einzelnen Sandsteinquader werden entsprechend ihrer späteren Position auf einer Wiese mit Hilfe eines Radladers von Manitou sortiert. Im Hintergrund stehen eine Reihe Bäume und Büsche.

18.5.17 Die originalen Bauteile in Form von Einzelsteinen, zumeist als größere Sandsteinquader, werden entsprechend ihrer späteren Position am Bauwerk vorsortiert bevor sie Abschnittsweise zur weiteren Verarbeitung auf die Baustelle verbracht werden.

Bauteilsortierung

Die Arbeiten an der Gründungsplatte gehen unvermindert weiter. Gegenwärtig wird die Aufkantung fertiggestellt und weitere Streifenfundamente betoniert auf denen später die originalen Bauteile entsprechend ihrer Position am Originalstandort aufgelegt werden. Die restliche Baugrube wird mit Grubensand bis auf das Niveau des Bauumfeldes verfüllt.

 Parallel zu den Arbeiten an der Bauwerksgründung durch die beauftragte Baufirma werden von den Museumsmitarbeitern die 2012 mitgenommen Bauteile entsprechend ihrer Zugehörigkeit und Position am Bauwerk sortiert und für die weitere Verarbeitung vorbereitet. Gerade bei der Zuordnung von einzelnen Originalbausteinen, ist es wichtig sie genau in ihrer ursprünglichen Position zu verbauen. Die ersten Sandsteinquader werden ab der kommenden Woche auf das Gründungsbauwerk gemauert. Die Zuordnung ganzer Wandscheiben ist naturgemäß einfacher, aber aufgrund ihrer Größe und des Gewichtes nicht unbedingt leichter. Das Versetzen der großen Wandscheiben ist für August 2017 vorgesehen.

Fotoaufnahme der Gründungsplatte, nachdem die Betonarbeiten fertiggestellt wurden. Im Fokus steht das rechteckige Betonfundament. An der linken Seite arbeiten noch zwei Männer daran. Das Gebiet ist von einem Bauzaun umgeben. Dahinter sind Bäume und ein Erdhaufen erkennbar.

4.5.17 Nach Fertigstellung der Betonarbeiten an der Gründungsplatte.

Erstellung der Gründungsplatte

Die erste Phase der Bauwerksgründung ist mit der Erstellung der Betonplatte am Donnerstag den 4.5.17 fertiggestellt. Die weiteren Arbeiten der Bauwerksgründung betreffen die Aufkantung auf der Betonfläche. Darunter ist eine umlaufende Betonmauer zu verstehen, die aus der Betonplatte im gewissen Sinne eine Art Wanne oder Becken werden lässt. Mit der Aufkantung wird vermieden, dass Grund- oder Oberflächenwasser später einmal in das Bauwerk gelangen kann, da es mit seinem Untergeschoss bereits das Grundwasserniveau erreicht.

Fotoaufnahme der Baugrube mit der eingebauten Schotterlage, die aus Schrobben und Grobschotter besteht. Die Baustelle ist von einem Bauzaun umgeben. Rechts steht ein Bauwagen und ein Dixi. Im Hintergrund sind eine Reihe kahler Bäume sowie einige Gebäude erkennbar.

24.3.2017 Die Baugrube mit der eingebauten Schotterlage (Schrobben und Grobschotter, insgesamt 60 cm). Blickrichtung nach Süden.

Fotoaufnahme der Baustelleinrichtung für die Pfahlgründung durch die Firma Max Bögl. Links neben der Baugrube stehen verschiedene Maschinen, Fahrzeuge und Werkzeuge der Firma. Die meisten wurden mit dem Firmennamen beschriftet. Im Hintergrund sind kahle Bäume und ein Strommast.

27.3.2017 Die Baustelleinrichtung für die Pfahlgründung durch die Fa. Max Bögl neben der Baugrube. Blickrichtung Süd.

Fotoaufnahme eines Rammgeräts zum Einbringen der Stahlrohrpfähle. Im Vordergrund steht ein Bauzaun. Dahinter befinden sich links das Rammgerät und rechts ein Container der Firma Max Bögl. Links im Hintergrund sind kahle Bäume erkennbar.

27.3.2017 – Das Rammgerät zum Einbringen der Stahlrohrpfähle.

Tiefgründung der Baugrube

Die Erschließung des Baufeldes für die anstehende Tiefergründung ist abgeschlossen. Die Baugrube wurde zunächst auf 2,75 Meter Tiefe ausgehoben und anschließend dessen Basis mit einer 30 cm starken Lage aus Schroppen (bis 16 cm grober Kalkstein) gefolgt von einer ebenfalls 30 cm starken Lage aus Grobschotter aufgefüllt. Beide Grobschotterlagen (insgesamt 60 cm) bilden später den Untergrund für eine Betonplatte, welche mit einer seitlichen Aufkantung auch als eine Art Betonwanne zu bezeichnen wäre, in die schließlich das Gebäude gestellt wird. Soweit ist es aber noch nicht.

Zunächst dient dieser Unterbau aus unterschiedlichen Grobschottern als Tragschicht für die anstehenden Tiefer- oder Pfahlgründungsarbeiten innerhalb der Baugrube. Hierbei werden 55 Stahlpfähle in den weichen Untergrund der Baugrube eingebracht. Sie werden bis circa 10 Meter Tiefe hinabreichen, um dort auf einen festen tragfähigen Untergrund zu kommen. Zusätzlich werden sie mit Beton verfüllt. Die Pfähle sind erforderlich damit das schwere Gebäude später nicht im Untergrund versinkt, der leider in weiten Bereichen des Museumsareals aus weichen nicht tragfähigen Schwemmsanden besteht. Die Pfähle werden möglichst erschütterungsarm in den Baugrund gedrückt bzw. gerammt. Die hierzu erforderliche Baumaschine hat ein Gewicht von ca. 20 Tonnen. Nicht zuletzt aus diesem Grunde war der Einbau der grobkörnigen Schotter-Tragschicht an der Grubenbasis geboten, damit die schwere Baumaschine während ihrer Aktion nicht im weichen Untergrund versinkt.

Abgeschlossen ist dieser Bauabschnitt voraussichtlich bis Mitte April 2017.

Foto der Vorbereitung der Schotterlage mit Radlader

Abtragen des Oberbodens und Lagerung nördlich vom Baufeld. Erste Vorbereitungen für eine tragfähige Schotterlage als Standort für den Schwerlastkran zum Versetzen der Bauteile.

Lageplan für das Badhaus mit benachbarten Gebäuden und Umgriff.

© Wirsching & Madinge: Lageplan für das Badhaus nordöstlich von Haus aus Ochsenfeld in der Baugruppe Mittelalter

Beginn der Bauarbeiten

Beginn der Bauarbeiten mit dem Abtrag des Oberbodens und Vorbereitungen des Geländes für die Baustelleneinrichtung. Am westlichen Baugrubenrand wurde ein Probeschurf mit Pumpschacht erstellt, über den während der gesamten Gründungsphase das Grundwasser im Bereich der Baugrube abgesenkt werden soll. Das abgepumpte Wasser wird über eine Drainage in den Aischflutgraben geleitet. Im Umgriff der Baugrube wird mit Grobschotter ein tragfähiger Untergrund für den Schwerlastverkehr vorbereitet. Das gesamte Baufeld wird mit einem Bauzaun bis zum Museumssaisonbeginn gesichert. Ein Besucherinformationspunkt an der Baustelle ist in Vorbereitung.