Ansichten des Badhauses aus Wendelstein aus dem Bauplan

Winterbaustelle

19.10.18 Die Rauchhaube in der Schürkammer wurde mit flachliegenden Backsteinen gemauert. Damit die Backsteinflächen der Haube später nicht einstürzen waren zusätzliche Bandeisen notwendig, um ihnen auf diese Weise den notwendigen Halt zu bieten.

3.12.18 Ansicht von unten auf die mit Backsteinen gemauerte und mittlerweile verputzte Rauchhaube in der Schürkammer mit den in der Neigung der Haube verlaufenden Bandeisen für die es historische Belege gibt. Hinter der Haube und rechts daneben befinden sich die zwei ergänzenden Backsteinhauben.

Die Skizze gibt den Grundriss des Schürraumes sowie in Teilen die Position der angrenzenden Räume wieder wozu der Flur, die Badstube mit dem großen Schwitzofen, sowie der Umkleideraum zählen, welcher letztere in den Archivalien auch als Abziehstube benannt ist. Die roten Linien markieren die große Rauchhaube über dem Wasserkessel (grüner Kreis) und die ergänzenden zwei Funkenhauben.

22.11.18 Der große Schwitzofen in der Badstube ist mittlerweile verputzt.

22.11.18 Im Ofenraum sind bereits die Badsteine aufgeschichtet. Sie werden später zur optimalen Dampferzeugung im Schwitzbad mit viel Wasser übergossen.

Arbeiten am Dachwerk

Gegenwärtig werden alle relevanten Tragwerksteile für das Errichten des Dachwerkes, worunter im Wesentlichen die Sparren und Kehlbalken zu verstehen sind, in der Abbundhalle der ausführenden Zimmerei Lederer in Flachslanden repariert oder durch neue Bauteile ergänzt. Zimmererarbeiten auf der Baustelle selbst finden gegenwärtig nicht statt.

Erdgeschoss als Winterbaustelle

Das Erdgeschoss wurde als Winterbaustelle eingerichtet indem alle Öffnungen nach außen abgedichtet wurden, um dort bis zum Frühjahr alle erforderlichen Arbeiten frostfrei fortführen zu können.

Arbeiten an den Rauchhauben im Schürraum

Der Schürraum war zur Bauzeit 1450 sicherlich das was man heute in einem modernen Badebetrieb als Technikzentrale bezeichnet. Über ihn wurde heißes Wasser in einem großen Kessel bereitgestellt, der große Schwitzofen in der Badstube geschürt, auf einem Herdblock gekocht und mit einem weiteren Ofen die Umkleidestube beheizt. Insgesamt also vier Feuerstellen in einem recht engen Raum von gerade einmal zehn Quadratmeter Grundfläche aber mit einem hohen Anfall an Rauchgasen. Abgeführt wurden die Rauchgase über eine mit Backsteinen gemauerte Rauchhaube in einen Kamin. Die gemauerte Rauchhaube befindet sich direkt über dem großen Wasserkessel und überspannt circa 1/3 der Raumfläche. Um aber den Rauch von allen vier Feuerstellen gezielt über den Kamin abzuleiten, waren hierzu noch zwei ergänzende ebenfalls gemauerte Überwölbungen erforderlich. Die Rauchhaube inklusive der zwei begleitenden Überwölbungen ist mittlerweile fertiggestellt.