Denk' mal im Wald!?

Die Ausstellung ist vom 20. Juli bis zum 16. Dezember 2019 im Obergeschoß des „Jagdschlösschen aus Eyerlohe“ zu sehen

Der Wald besteht nicht aus Bäumen allein! In Bayerns Wäldern gibt es auch eine Fülle an Kulturgütern zu entdecken. Mit diesen beschäftigt sich die Sonderausstellung, die ab dem 20. Juli im Jagdschlösschen aus Eyerlohe im Fränkischen Freilandmuseum zu sehen ist.

Vorgeschichtliche Grabhügel, mittelalterliche Schanzanlagen, Fundamente alter Glashütten, Kanäle und Waldeisenbahnen für den Holztransport, Höhlen, Burgen, Kapellen, Bildstöcke und viele Kilometer Limes, der einst das Römische Reich vor Einfällen der Germanen schützte, zeugen vom Leben vergangener Generationen.

Der Wald hat eine wichtige konservierende Wirkung. Über viele Baum- und Menschengenerationen hat er Dinge dauerhaft und in einmaliger Vielfalt erhalten. Aber es drohen vielfältige Gefahren. Neben vorsätzlicher Zerstörung sind Unwissen und Unachtsamkeit die Hauptursachen für Beschädigungen und unwiederbringlichen Verlust.

Denkmäler sind Symbole der Erinnerung – Orte, an denen Vergangenheit ein Gesicht bekommt. Wer die Kultur im Wald entdecken will, muss ihre Spuren lesen können. Nur Menschen, die sich des Reichtums an Kultur und Natur in ihrer Heimat bewusst sind, übernehmen Verantwortung für die Erhaltung und Gestaltung ihres Lebensraums. 

Die Ausstellung möchte uns diesen Reichtum bewusst machen und gleichzeitig den Blick für die Gefährdung des Waldes durch den Menschen schärfen.

Sie wurde konzipiert vom Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, sowie dem Verein für Nachhaltigkeit e. V. und unterstützt von der Bayerischen Forstverwaltung, den Bayerischen Staatsforsten AöR und dem Museum Mensch und Natur.

 

 

Ansprechpartner

Juliane Sander M.A.

Sammlungsreferentin
(Sammlungsbereich Textil, Bilder, Spielzeug, Sakrale Kunst, Volksfrömmigkeit)

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