Ausstellung: SCHULE IM NATIONALSOZIALISMUS

Ausstellung mit Lernlabor  

Priorität hat „das Heranzüchten kerngesunder Körper. Erst in zweiter Linie kommt dann diese Ausbildung der geistigen Fähigkeiten.“  Mit diesem Satz beschreibt Adolf Hitler die Grundlinie der NS-Schulpolitik.

Im Mittelpunkt der Wanderausstellung des Schulmuseums Nürnberg steht der lokale Schulalltag von 1933 bis 1945 im Großraum Nürnberg, Fürth und Erlangen. Prüfungs- und Lesetexte, Schulhefte, Spickzettel, Schulranzen, Klassenfotos und auch Tagebücher legen beredtes Zeugnis ab und veranschaulichen den Unterricht während dieser Zeit. Ein Medienangebot mit Zeitzeugenberichten und Audiobeiträgen vertieft das Thema der Ausstellung.

Neben dieser klassischen Ausstellungspräsentation gibt es noch einen Lerninsel-Bereich, mit dem sich das jüngere Publikum das Themenfeld erschließen kann. An einzelnen Stationen lassen sich Hintergründe und Ursachen herausfinden, Objekte analysieren und die Erfahrungen der Jugendlichen vor 70 Jahren diskutieren. Thematisiert werden Begeisterung und „Mitläufertum“, aber auch Skepsis und Widerstand sowie das Wissen um den Holocaust. Neu ist vor allem der Themenbereich „Auschwitz“, der erstmals Berichte jugendlicher Flakhelfer aus Mittelfranken, die direkt um das Vernichtungslager Auschwitz im Einsatz waren, zugänglich macht.  

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. August täglich von 9 bis 18 Uhr zu sehen. Ein Besuch der Wanderausstellung ist für Lehrkräfte und ihre Schulklassen unter freilandmuseum.de/fuehrungen/schulen-kinder-jugendgruppen buchbar.  

Begleitprogramm: Ausstellungsmacher Dr. Mathias Rösch, Leiter des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg und der Stadt Nürnberg im Museums Industriekultur referiert am Dienstag, 24. April über die Schulgeschichte in der NS-Zeit. Beginn ist um 19.00 in der Kräuter-Apotheke am Holzmarkt in Bad Windsheim. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.