Fotoaufnahme vom Inneren des Möbeldepots. Auf den Platten von mehreren übergroßen Tischen befinden sich etliche Stühle. Unter den Tischen stehen Sessel und Sofas auf Transportroller. An den Wänden im Hintergrund sind Regale mit Objekten erkennbar.

Brotkasten mit 64 Kilobyte Arbeitsspeicher

Der Computer ist ein grauer Kasten mit Tastatur.

Vorbesitzer: Martina & Michael Holtmann, Hösbach (Unterfranken); Inventarnr. 19/181.

Während Computerfirmen heutzutage regelmäßig neue und bessere Produkte auf den Markt bringen, wurde der Commodore 64 von 1982 bis 1994 nahezu unverändert verkauft. Der „Brotkasten“, wie der C 64 aufgrund seiner Form genannt wurde, ist bis heute vielen als Einstieg in die Computerspiel- und Programmierwelt in Erinnerung geblieben.

Seinen Erfolg als der wohl meistverkaufte Computer der Welt verdankt er technischen Neuerungen und einem vergleichsweise günstigen Preis. Neben einer äußerst leistungsfähigen Grafikkarte besaß der C 64 einen neuentwickelten Soundchip, der die Möglichkeiten der Klangerzeugung erweiterte. Der C 64 verfügte über einen Arbeitsspeicher von 64 Kilobyte – bei heutigen Computern sind mehrere Gigabyte üblich, und ein Gigabyte allein entspricht einer Millionen Kilobyte. Einen eigenen Massenspeicher hatte der C 64 nicht, Programme wurden von Disketten- oder Kassettenlaufwerken geladen. Zudem musste er an einen externen Bildschirm angeschlossen werden.

Entgegen der Vorstellung, dass Museen nur Zeugnisse aus längst vergangenen Zeiten sammeln und ausstellen, richtet sich das Interesse inzwischen verstärkt auch auf Objekte jüngerer Epochen. Dieser C 64 hat als Wegweiser der EDV-Technisierung des Alltags seinen Platz in der Sammlung – und wird vielleicht eines Tages in einem Haus der 1980er Jahre ausgestellt. Originale C 64 sind heute Sammlerstücke, nostalgische Fans können jedoch seit Kurzem einen originalgetreuen Nachbau mit funktionierender Tastatur kaufen.

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