Fotoaufnahme vom Inneren des Möbeldepots. Auf den Platten von mehreren übergroßen Tischen befinden sich etliche Stühle. Unter den Tischen stehen Sessel und Sofas auf Transportroller. An den Wänden im Hintergrund sind Regale mit Objekten erkennbar.

Ein 300 Jahre alter Riesenhobel...

Die Fügbank ist ein sehr großer Hobel.

Vorbesitzer: Johannes Felgner; Inventarnr. 19/268.

Die Fügbank ist an der Oberfläche reich verziert.

Details der verzierten Oberfläche, oben rechts ist die Jahreszahl "1726" zu erkennen.

Es wird wohl nicht auf den ersten Blick deutlich, dass es sich bei diesem 170 Zentimeter langen, durchaus gewichtigen Holzbalken um einen Hobel handelt. Jedoch unterscheidet sich die Fügbank nicht nur in der Größe, sondern auch in der Anwendung von den sonst eher handlichen Hobeln.

Hier wurde das Werkstück über den Hobel geführt und nicht umgekehrt. Dazu drehte man die Fügbank um und stellte sie schräg auf zwei Stützhölzer, die man in die beiden Öffnungen an der Oberseite steckte.

Fügbänke dienten zum passgenauen Zurichten von Brettkanten. Besonders Fassmacher (Büttner, Küfer) verwendeten sie zur Herstellung von Langhölzern, den sogenannten Dauben, aus denen man die Fasswände zusammensetzte.

Obgleich bei Gebrauch nicht sichtbar, besitzt die Fügbank eine reich verzierte Oberfläche. Zu lesen sind auch die eingekerbte Jahreszahl „1726“ und Initialen “IH*GE“, die vermutlich auf den damaligen Besitzer hinweisen. Damit zählt die Fügbank zu den ältesten Beispielen ihrer Art.

Allerdings wurde der Fügbank zuletzt eine ganz andere Funktion zuteil. Sie war als Stütze im Taubenschlag einer Scheune in Hegendorf (Lkr. Nürnberger Land) eingebaut – so konnte sie die Zeit überdauern.