Ausstellung: Schwitzbaden, Schröpfen und Kurieren – das Baderwesen in Franken seit dem Spätmittelalter

26 März-19 Dezember 09:00-18:00 Uhr

Unsere Sonderausstellung weckt die Vorfreude auf die Eröffnung des Badhauses aus Wendelstein - voraussichtlich im Herbst.

Virtrinen mit Bildern, Ausstellungstafeln und einige frei stehende Exponate

Gezeigt wird eine große Auswahl an Exponaten, darunter viele Leihgaben aus medizinhistorischen Sammlungen, Privatbesitz, Archiven und Bibliotheken: wundärztliche Instrumente wie Aderlassfliete und Knochensäge, Schröpfutensilien, Zahnzange sowie handschriftliche Rezept- und Rechnungsbücher von Badern.

Die Ausstellung gibt zugleich Einblicke in die Forschung des Museums zum Baderwesen in Franken. So zeigt eine große Karte, dass fast jedes größere Dorf ein Badhaus hatte – über 1000 Badhäuser waren es um 1500 in ganz Franken. Aber auch um 1950 schnitten in so manchem fränkischen Dorf Bader nicht nur weiterhin die Haare, sondern zogen sogar noch Zähne oder öffneten Abszesse. Davon berichten Zeitzeugen eindrücklich in einer Hörstation.

Seit ihrer Wiedereröffnung am 26. März ist die Sonderausstellung zudem um einen besonderen „Fund“ erweitert. Im ehemaligen Badhaus in Engelthal im Landkreis Nürnberger Land schlummerte über Jahrzehnte der umfangreiche Nachlass der einstigen Baderfamilie Lindner: ein wahrer Schatz an Instrumenten, medizinischen Schienen, Fachbüchern und Arzneien aus vier Generationen von Badern, den wir nun zusätzlich präsentieren können.

Ort: Ausstellungsscheune Betzmannsdorf EG
Organisator: Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim