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Nebenhaus aus Braunsbach

Regnitzfranken - Frankenalb

Das Nebenhaus aus Braunsbach (bei Fürth), erbaut 1750 (Jahreszahl im Türsturz), enthält Backofen, Ochsen- und Schweinestall, im Dachboden wurde Futter gelagert.


Eckdaten

Hausnummer:61a
Ursprung:Braunsbach, Stadt Fürth
Bauepoche:1750 (Inschrift), umgebaut um 1870
Ausstellung:Vor dem Umbau 1870
Konstruktionsmethode:Eingeschossiger Fachwerkbau, Satteldach mit Biberschwanz-Doppeldeckung
Abbau:1979
Aufbau:1980-1982
Baugruppe: Regnitzfranken - Frankenalb
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Besonderheiten

Fränkisches Multifunktionsgebäude

Der östliche Fachwerkgiebel weist mit seinen verdoppelten Fußstreben bereits eine Eigenheit des Fachwerks östlich von Nürnberg aus – Braunsbach liegt ja auch bereits jenseits der Regnitz im Knoblauchsland. Verdoppelte Fußstreben finden sich in Einzelbeispielen aber noch bis in die Roßtaler Gegend. Auch die Zusammenfassung von Backofen, Stall und Futterboden bzw. Getreideboden in einem Gebäude, das auch als Kasten bezeichnet wurde, ist westlich wie östlich von Nürnberg und Fürth weit verbreitet gewesen.


Beschreibung

Am alten Standort

Das Häuschen gehörte zu einem halben Hof in Braunsbach, der seit dem 18. Jahrhundert ununterbrochen im Besitz der Familie Fleischmann war. Darauf weisen auch noch die Initialen »C. F.« am Türstock mit der Jahreszahl »1750« (= Baujahr) hin, die vermutlich als »Conrad Fleischmann« zu lesen sind. Das zu diesem Nebenhaus gehörige Bauernhaus in Braunsbach besaß annähernd die gleiche Form und Größe wie das nun im Museum zugehörige Seubersdorfer Haus. Grundherren waren in Braunsbach die Freiherrn Haller von Hallerstein aus dem nicht allzu weit entfernten Großgründlach.

 

Im Museum

Die gewählte Bezeichnung »Nebenhaus« für dieses Gebäude orientiert sich an den archivalischen Angaben, aus denen sich auch die ursprüngliche Funktion des Gebäudes ergibt: Backofen mit einem Ochsen- und Schweinestall, dann einem Halmboden, alles unter einem Dach (1808). In dieser Form wurde das Gebäude im Museum wieder aufgebaut. Beim Abbau sah es vor allem im Westteil des Erdgeschosses z. T. noch anders aus: Im Stallbereich war eine winzige Taglöhnerwohnung eingebaut, das Fachwerk deshalb mit später eingebrochenen großen Fenstern stark gestört. Dieser Umbau muss etwa gegen 1870 erfolgt sein und wurde rückgebaut. Wegen der anderen Lage im Museum wurden außerdem die beiden Giebel vertauscht.


Bilder


Bilder vom Ursprung


Summary (English)

The side-house from Braunsbach (near Fürth), built in 1750 (date in lintel) includes baking oven, oxen- and pigstable, food was stored under the roof.


Zugänglichkeit

Insgesamt:Gut zugänglich (Note: 2)
Eingangsbreite:
Eingangsschwelle:
Ergeschoss ist Barrierefrei:ja

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