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Wegkapelle aus Mitteleschenbach

Regnitzfranken - Frankenalb

Die Wegkapelle aus Mitteleschenbach nahe Wolframs-Eschenbach ist ein bescheidener Sandsteinquaderbau des frühen 18. Jahrhunderts mit gewölbtem Andachtsraum. Sie wurde in einem Stück ins Museum versetzt, so dass alle Putze und Anstriche erhalten sind.


Eckdaten

Hausnummer:80
Ursprung:Mitteleschenbach, Landkreis Ansbach
Bauepoche:frühes 18. Jahrhundert
Ausstellung:wie vorgefunden
Konstruktionsmethode:Massivbau, Satteldach mit Biberschwanz-Doppeldeckung
Abbau:1985
Aufbau:1985
Baugruppe: Regnitzfranken - Frankenalb
Steckbrief herunterladen (PDF)

Besonderheiten

Zeugnis einstiger Volksreligiosität

Zeugnisse der Volksreligiosität finden sich bis heute in den Dörfern und in der Flur Frankens. Wegkapellen gehören dazu. Sie waren wichtige Stationen bei Flurumgängen und Prozessionen oder dienten den Reisenden als stille Orte für die private Andacht. In Zeiten des motorisierten Schnellverkehrs haben solche Andachtsorte am Wegesrand an Bedeutung verloren, in manchen Fällen stehen derartige Kleindenkmäler gänzlich zur Disposition.


Beschreibung

Vor den Baggern gerettet

Der Neubau einer Straße von Mitteleschenbach nach Selgenstadt war Anlass für die Übernahme der Wegkapelle ins Museum; sie wäre sonst den Baggern zum Opfer gefallen. Nur wenige Meter vom alten Standort entfernt findet sich heute ein Neubau gleicher Art. Bau des 18. Jahrhunderts Fassade wie Innenraum der Kapelle befanden sich in einem desolaten Zustand, das einstige Andachtsbild war seit Jahren entfernt. Bei der partiellen Restaurierung kam unter der rot gefassten Jahreszahl »1840« am Türsturz das ehemals eingemeißelte Baujahr zum Vorschein, wobei nur die ersten beiden Ziffern lesbar waren. Der Bau stammt demnach aus dem 18. Jahrhundert, die Jahreszahl 1840 verweist auf eine Renovierung. In diese Zeit geht wohl auch die Farbfassung zurück, die rekonstruiert werden konnte und die jetzt im Museum zu sehen ist. Da die Kapelle in einem Stück transferiert wurde, bleibt die Möglichkeit weiterer Untersuchungen der Putze und Anstriche erhalten.


Bilder


Summary (English)

The wayside chapel from Mitteleschenbach near Wolframs-Eschenbach is a humble building of sandstone-ashlars from the 18th century with a vaulted praying-room. It was translocated to the museum in one piece, so all of the plasters and coats of paint were retained.


Zugänglichkeit

Insgesamt:Gut zugänglich (Note: 2)
Eingangsbreite:
Eingangsschwelle:
Ergeschoss ist Barrierefrei:nein

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