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Korbhaus aus Knittelsbach

Eingangsbereich

Das Korbhaus aus Knittelsbach (1821) gehörte zu einer Hofstelle mit Gasthaus. Als Korbhaus bezeichnete man in Mittelfranken ein Haus für die Alten eines Hofes. Das Haus besitzt eine ungewöhnlich reiche, farbige Fassadengliederung. Im Museum dient es als Eingangsgebäude und Museumsladen.


Eckdaten

Hausnummer:1
Ursprung:Knittelsbach, Gemeinde Wilburgstetten, Landkreis Ansbach
Bauepoche:1821 (Inschrift)
Ausstellung:weitgehend Bauzeit, moderner Ausbau im Erdgeschoss
Konstruktionsmethode:zweigeschossiger Massivbau, Halbwalmdach mit Biberschwanz-Einfachdeckung
Abbau:2005
Aufbau:2005-2006
Baugruppe: Eingangsbereich
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Besonderheiten

Ob der Bauherr an seinem Altersitz viel Freude hatte?

Weil Jakob Brenner die Mühle nur in Erbpacht hatte, sie also nicht sein Eigentum war, errichtete Jakob Brenner das Austragshaus nicht auf dem Mühlengelände, sondern auf dem Hof seines Schwiegersohns, des Bauern und Wirts zum Brandenburger Hof Johann Adam Lehr (daher die Initialen »JAL« am Schlussstein der Eingangstür). Noch im Erbauungsjahr 1821 ertrank sein Sohn, der die Mühle übernehmen sollte, in der Wörnitz, so dass der Umzug von Jakob Brenner ins prächtige Korbhaus unter keinem guten Stern stand; ihm selbst blieben dort nur wenige Jahre vergönnt, 1825 verstarb er.


Beschreibung

Prächtiger Alterssitz eines Müllers

Seit 2006 ziert ein »Korbhaus«, also ein eigenständiges Austragshaus, aus dem kleinen Dorf Knittelsbach den Eingangsbereich des Freilandmuseums. Erbaut hat sich diesen großzügigen und vor allem sehr farbenprächtigen Alterssitz der offenbar vermögende Jakob Brenner, Müller von der Walkmühle bei Knittelsbach.

Großzügiger Innenraum

Das Erdgeschoss des Hauses, in dem jetzt die Museumskasse untergebracht ist, enthielt ursprünglich einen großen Stallraumund einen kleinen Keller (nicht übernommen). Die geräumige Wohnung im Obergeschoss besteht aus Stube, Küche, zwei Kammern und sogar einem Abtritt – für die bäuerliche Schicht in der damaligen Zeit eher eine Ausnahme. Ins Obergeschoss gelangte man durch die Tür an der Giebelseite, von der aus direkt eine Treppe hinaufführt. Heute führt diese Türe ins weitläufige Museumsgelände.

Bemerkenswerte Farbigkeit

Den besonderen Wert des Hauses macht die Gestaltung mit Putz und Farbe der Giebel- und Traufseite aus: über einem Sockel aus Quaderimitation eine aufgeputzte Eckquaderung, unter den Fenstern im Obergeschoss Brüstungsfelder mit Rosetten bzw. Vierpassmotiven, Wechsel von glattem, mmit Licht-Schatten-Wirkung bemaltem Putz und körnig gestupftem Putz dazwischen, schließlich sogar in der Art von Lamellen weiß bemalte Fensterläden – insgesamt fast ein „Feuerwerk“ an Farbe und Formen.


Bilder


Bilder vom Ursprung


Events

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  • Sa, 3 Sep 2022 | 09:00 - 13:00 Uhr
  • Kurse
  • Korbhaus aus Knittelsbach

Summary (English)

The Korbhaus from Knittelsbach, a small village near Dinkelsbühl, was built in 1821. It originally formed a part of a larger farmstead which also serverd as a gust house and inn. In Central Franconia, a 'Korbhaus' referred to a separate building for elderly members of a household. The facade of the narrow, two-storey solid building is unusual in its elaborate and colorfoul rendering. The Korbhaus accommodates the entrance and ticket office of the Freilandmuseum


Zugänglichkeit

Insgesamt:Gut zugänglich (Note: 2)
Eingangsbreite:
Eingangsschwelle:
Ergeschoss ist Barrierefrei:ja
  • Eingangsbreite: 128 cm
  • Eingangsschwelle: ebenerdig
  • Erdgeschoss zugänglich
  • Geländezugang: 99 cm
  • Boden: außen Pflaster, innen eben gefliest
Fotoaufnahme des Eingangsbereiches der Kasse, die sich im Korbhaus aus Knittelsbach befindet. In den Rahmen der geöffneten Holztür wurden die Jahreszahl „2006“, sowie das Fränkische Wappen eingeprägt. An der Tür hängen mehrere Schilder.
Fotoaufnahm der geöffneten Eingangstür zur Museumskasse im Korbhaus aus Knittelsbach am aktuellen Standort. In den Türrahmen wurden die Jahreszahl „2006“, sowie das Fränkische Wappen eingeprägt. Hinter der Holztür befindet sich eine automatische Schiebetür.
Fotoaufnahme des Eingangs zum Gelände. Im Raum dahinter ist die Museumskasse  erkennbar, sie befindet sich im Korbhaus aus Knittelsbach. Über der geöffneten Holztür steht „JAL 1812“.
Fotoaufnahme des Kassenraumes im Korbhaus aus Knittelsbach am aktuellen Standort. Hinter dem Verkaufstresen steht eine Dame von Kassendienst. Auf dem Tisch und im Regal dahinter liegen verschiedene Flyer und andere Angebote des Museums aus.

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