Blick in den Kochtopf
Von krummen Krapfen und kalten Hunden ist am 24. und 25. Oktober im Fränkischen Freilandmuseum die Rede, nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis: Anlässlich der Veranstaltung Küchengeschichte(n) steht der Wandel der Küchen- und Kochkultur im Mittelpunkt, bei Führungen und an Infostationen wird darüber hinaus der eine oder andere Tipp gegeben.
Wie schafften es die Köchinnen im Mittelalter, dass die Weichselsoße an der Kochstelle mit offenem Feuer nicht anbrannte? Sogenannte Hufeisen, eine Art krumme Krapfen, galten als typisches Gericht, zu dem es häufig Weichselsoße gab. Erstmals seit der Erneuerung des Strohdachs auf dem Bauernhaus aus Höfstetten wird am Samstag, 24. Oktober, in der Küche wieder gekocht. Einen Tag später, am 25. Oktober, steht im Stahlhaus aus Nerreth Kontrastprogramm an, dort werden Trendgerichte der 1960er und 1970er Jahre gezeigt, darunter Wackelpudding und Kalter Hund, eine kalorienreiche Süßspeise mit viel Schokolade sowie Fliegenpilzeier mit Tomatenhut und weißen Tupfen aus Mayonnaise. Bei den Infostationen, die jeweils von 12.30 bis 15.30 Uhr geöffnet sind, handelt es sich um Vorführungen, es gibt keine Kostproben.
Tatsächlich gekocht wird an beiden Tagen im Bauernhaus aus Herrnberchtheim, dort wird die diesjährige Ernte aus den Museumsgärten zu einem schmackhaften Herbstgericht verarbeitet und verkauft. Ergänzt wird die kulinarische Anlaufstation bei den Küchengeschichte(n) durch insgesamt vier Führungen. An beiden Tagen jeweils ab 11.00 Uhr und ab 14.00 Uhr werden Führungen angeboten mit verschiedenen Zwischenstopps, um den Wandel der Küchenkultur vor Augen zu führen. Am 7. und 8. November werden noch einmal Küchengeschichte(n) im Freilandmuseum erzählt, die Vorführstationen wandern dann in die Mühle aus Unterschlauersbach (7. November) und in das Schlösschen aus Eyerlohe (8. November).





