Zum Hauptinhalt springen

Zwischen Bronzeguss und Minnesang

Am 2. Oktober starten die Mittelaltertage im Freilandmuseum

Heißer Bronzeguss trifft auf duftende Arzneiöle, mittelalterlicher Minnesang auf Karten spielende Kaufleute. Mittelalterliches Leben bestimmt den Museumsalltag vom 2. bis 4. Oktober. 

Auf das Bauernhaus aus Höfstetten müssen die Mitglieder der Living-History-Gruppen bei den Mittelaltertagen in diesem Jahr verzichten. Wegen der Erneuerung des Strohdachs auf der rund 450 Quadratmeter großen Dachfläche kann das Haus nicht genutzt werden, im Gegenzug wird in der Baugruppe eine Feldküche errichtet, die zur Versorgung der Darstellerinnen und Darsteller dient. Wie gewohnt wird das Badhaus aus Wendelstein bewohnt, dort gehen Bader und Baderin, außerdem Bademägde und Badeknechte ihrer Arbeit nach. Der Bogenmacher macht auf die Besonderheiten seines Handwerks aufmerksam, während die Schreiberin ihre fragilen Buchstaben niederschreiben wird. Auch das Gießen von Bronze, das Jahr für Jahr im Archäologischen Dorf das Interesse auf sich zieht, kann wie gewohnt stattfinden. 

Ohnehin nicht betroffen von der eingeschränkten Nutzbarkeit von Höfstetten sind die mittelalterlichen Gebäude in der Baugruppe Stadt. Dort erwacht am Samstag und Sonntag der geschäftige Alltag des 14. Jahrhunderts zum Leben. Bürgerinnen sehen sich beim Schuhmacher und der Stoffhändlerin nach der neuesten Mode um. Der Apotheker destilliert heilsame Arzneien und duftende Öle. Wer sich rüsten muss, besucht die Schildmacherei oder den Sarwürker. Während die Kaufleute sich beim Kartenspiel vergnügen und der Patrizier seinen Geschäften nachgeht, feuern die Mägde und Knechte bereits den Herd für das Mittagessen an. Ebenfalls an den beiden Tagen ist eine Modenschau im Alten Bauhof vorgesehen, bei der die Entwicklung der unterschiedlichen Trends in der Mode des Mittelalters aufgezeigt werden.