Mahlwerk im Klassenzimmer
Diese Getreidemühle stammt aus den Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf, wo sie vermutlich Landwirten in Ausbildung als Anschauungsobjekt diente – denn um in der Industrie oder „echten“ Landwirtschaft eingesetzt zu werden ist sie deutlich zu klein. In Triesdorf wurden bereits ab 1848, damals noch unter dem Namen „Königlich-Bayrische Kreisackerschule Triesdorf“, angehende Landwirte ausgebildet. Auch heute noch existieren die Landwirtschaftlichen Lehranstalten, inzwischen als Teil des Bildungszentrums Triesdorf, das mehrere Bildungseinrichtungen unter einem Dach vereint und ein Bindeglied zwischen Praxis, Lehre und Forschung bildet. Der Träger ist wie auch beim Freilandmuseum der Bezirk Mittelfranken.
Die Getreidemühle zerkleinert Korn verschiedener Art zu Mehl. Angetrieben wird sie durch einen nachträglich aufgesetzten Motor. Zuvor musste mit Hilfe einer Kurbel selbst Kraft erzeugt werden. Der Trichter (Gosse) kann abgenommen werden, ebenso die vordere Wand mit dem drehbaren Rad. Dahinter befinden sich zwei waagrecht übereinander liegende Granitsteine: der Mahlstein und der Läuferstein. Letzterer ist mit dem Motor verbunden. Eingefülltes Getreide wird dann zwischen den beiden Steinen zerrieben. Der Abstand zwischen dem Mahlstein und dem Läuferstein kann mit Hilfe des Stellrads an der Vorderseite unter der Gosse eingestellt werden. Das bestimmt den Mahlgrad: Je näher die beiden Steine aneinander liegen, desto feiner wird das Mehl.
Übrigens: Alles über Mühlen und Mahltechnik erfahren Sie übrigens in der Mühle aus Unterschlauersbach und direkt daneben in einer neuen Dauerausstellung in der Scheune aus Dechsendorf (Baugruppe Ost: Regnitzfranken-Frankenalb).





