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"Heimat ist da, wo man satt ist"

Migration im ländlichen Mittelfranken 1960-1990

Wanderungsbewegungen beeinflussen seit Jahrhunderten das Zusammenleben der Menschen, gleich ob diese freiwillig oder aus Zwang geschehen. Besonders prägend für Deutschland und so auch für Fran­ken in der jüngeren Vergangenheit waren und sind MigrantInnen, die sich in der Region ein neues Leben aufgebaut haben. Die unterschiedlichsten Gründe führten sie einst hierher: Viele kamen als sogenannte ArbeitsmigrantInnen im Zuge der Anwerbeabkommen; manche flohen vor religiöser oder kultureller Unterdrückung; andere lockten die „Abenteuerlust“ oder die Liebe.

In einem Forschungs- und Ausstellungsprojekt widmen sich die Mitarbeitenden des Fränkischen Freilandmuseums den Lebens­geschichten der MigrantInnen. Diese stellen mit ihren individuellen Erlebnissen seit rund 70 Jahren einen wesentlichen Teil der regionalen Kulturgeschichte Fran­kens dar. Die Studie erfolgt mittels qualitativer narrativer Interviews und umfasst schwerpunktmäßig die Region des westlichen Mittelfranken in den 1960er bis 1980er Jahren. Der Weg nach Deutschland und Alltags- und Arbeitsleben der MigrantInnen stehen im Mittelpunkt; es werden aber auch Fragen reflektiert wie: Was ist Heimat? Die Ergeb­nis­se und Lebensgeschichten werden abHerbst 2023 in einer Sonderausstellung im Freiland­museum präsentiert.

Da die Studie auf einer freiwilligen Teilnahme basiert, können interessierte MigrantInnen gerne auch selbst Kontakt mit dem Freilandmuseum aufnehmen und aus ihrem Leben berichten. Gerne beantworten wir Ihre Fragen!

Ihr Kontakt

Haben Sie Fragen?

Franziska Beck M.A.

Wissenschaftliche Volontärin im Bereich Sammlung und Wissenschaft

Projekt Migration

Dr. Markus Rodenberg

Teamleiter Wissenschaft & Sammlung, Stv. Museumsleiter

Sammlungsreferent für Landwirtschaft, Handwerk, Industriegeschichte, Transportwesen, Möbel, Öfen, Fenster & Türen, Ziegel, Glas, Instrumente, Schulwesen, Vereinswesen)