Fotoaufnahme des Jagdschlösschens aus Eyerlohe am aktuellen Standort bei Nacht. Im Fokus steht das Schlösschen, das sich mit seinen erleuchteten Fenstern vor dem dunklen Nachthimmel abhebt. Links oben fliegt eine Sternschnuppe. Rechts unten ist eine Bildunterschrift erkennbar.

Pfarrerssohn, Maler, Lebenskünstler: Johann Christian Reinhart (1761–1847)

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Ein Deutschrömer aus Hof. Radierungen aus der Sammlung Heinz Schuster

Beschreibung

Johann Christian Reinhart (1761–1847) war in seiner Zeit ein hoch geehrter Landschaftsmaler. Der aus Hof stammende Pfarrerssohn studierte in Leipzig und Dresden und fand bald Anschluss an Kreise des Adels und der Gebildeten. Der Dichter Friedrich Schiller wurde sein Freund und blieb es auch, als der junge Künstler nach Rom auswanderte. In der Hauptstadt des Kirchenstaates, einem Mittelpunkt des Kunstschaffens seiner Zeit, verbrachte Reinhart seine gesamte weitere Lebenszeit, insgesamt mehr als 55 Jahre.

Reinharts Werk zeigt ein breites Spektrum, von idealen Landschaften über Tierdarstellungen bis hin zu Karikaturen. Dabei bediente er sich verschiedener Techniken wie der Ätzradierung oder der Ölmalerei. Mit idyllischen Ansichten aus der Umgebung Roms folgte er Vorbildern wie Lorrain und Poussin. Reinhart war ein Meister in der idealisierenden Darstellung der Landschaft, die zu seiner Zeit als Königsdisziplin der Malerei galt. Doch verstand er sich auch auf die authentische und wissenschaftlich korrekte Wiedergabe von Flora und Fauna. Seine Tierbilder treffen eindrucksvoll den Charakter der bevorzugt dargestellten Haustierarten.

In hohem Alter wurde Reinhart noch mit dem Titel des königlich-bayerischen Hofmalers geehrt. Seinem Wohnort Rom war er trotz turbulenter Zeiten treu geblieben. Er wurde auf dem Friedhof für Nichtkatholiken nahe der Cestius-Pyramide beigesetzt.

Das vorliegende Begleitbuch zur Ausstellung im Museum Kirche in Franken führt in das Leben und Werk Reinharts ein. Es enthält außerdem einen Katalog der umfangreichen Sammlung Reinhartscher Druckgraphik aus dem Besitz Heinz Schusters.

Autorin: Nadine Schuster

Schriften und Kataloge des Fränkischen Freilandmuseums des Bezirks Mittelfranken, Bd. 89; Bad Windsheim 2020. 163 Seiten, 116 Illustrationen. 978-3-946457-11-4